Kindertheater-Kritik: Das kleine Gespenst

Wenn der Mond glitzert, die Truhe knarrt, die Schlüssel klirren, die Rathausuhr 12 schlägt, ist Gespensterstunde, auf Burg Eulenstein. Dort, nein: auf der Landestheater-Bühne, leuchtet Otfried Preußlers 55 Jahre (oder doch 550 Jahre?) altes Nachtgespenst so hell, als hätte man die fantastische Geschichte von Spuk und Schabernack, Eitelkeit und Fremdenangst, Mut und Sehnsucht gerade erst angedreht.

Erstellt am 28. Oktober 2021 | 01:57
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Und es gibt doch Gespenster: Otfried Preußlers „Kleines Gespenst“ (Mitte oben: Bagher Ahmadi) sorgt für Durcheinander im Burgmuseum, nein: im Landestheater. Zu sehen und ab 22. Februar.
Foto: Alexi Pelekanos

Zauberhaft die Bühne von Johannes Weckl, cool und klug Eike Onyambu & Laura Laufenberg als Günther & Jutta, komisch Sven Kaschte als Bürgermeister & General. Und auch wenn zwischendurch recht viel gequatscht und ebenso viel geblödelt wird: Dem kleinen Gespenst (umwerfend akrobatisch: Bagher Ahmadi) kann keiner widerstehen!

Fazit: Wer nach Otfried Preußler noch immer nicht an Gespenster glaubt, ist selber schuld!