Krems: Europäische Literaturtage

„Das schönste Geschenk des Lebens“ ist für den Schriftsteller Najem Wali das Reisen. Beim Eröffnungsvortrag im Klangraum Krems Minoritenkirche ging es um die Balkanroute und ihren historischen Hintergrund – und um die Freiheit, unterwegs zu sein.

Erstellt am 24. November 2021 | 00:37
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Najem Wali hielt den Eröffnungsvortrag bei den Europäischen Literaturtagen.
Foto: Emanuela Danielewicz

Ein akutes Thema angesichts neuerlicher Lockdowns. Doch auch die Fantasie baut „Luftstraßen im leeren Raum“, meint der Kosmopolit Wali, einst aus dem Irak geflohen, in Deutschland lebend, stets ein risikobereiter Reisender – und erklärtermaßen kein Pessimist.

Um die Seidenstraße(n) ging es im anschließenden Beitrag des aus England gestreamten Erfolgsautors Peter Frankopan, der Europas Hegemonie schwinden und ein asiatisches Jahrhundert kommen sieht.

Fazit: Ein kluges Plädoyer für Offenheit und – trotz allem – für Optimismus.