Sommertheater-Kritik: König Ubu. Ziemlich deftig geflucht wurde am Fuße des Melker Stifts, ...

Von Ewald Baringer. Erstellt am 29. Juli 2020 (00:46)
Skurril: Sebastian Pass (König Ubu) mit Miriam Fussenegger in Melk.
Matejschek

... denn in der Wachauarena hatte sich der erst 25-jährige Sebastian Klinser für sein beachtliches Regiedebüt am dritten „Xperiment“-Wochenende den Urvater des absurden Theaters auserkoren und Alfred Jarrys bizarre Komödie aus dem Jahr 1896 mit aktuellen Anspielungen und Zitaten aufgepeppt.

Hässliche Bilder werden wir noch sehen? Da war doch was! Wenn man sich nur erinnern könnte! Wojo van Brouwer, Eleftherios Chladt, Miriam Fussenegger, Sebastian Pass und Sophie Prusa agieren in hyperbolischem Eifer, Daniel Nösig (Trompete) und Werner Raubek (Schlwagwerk) liefern ironischen Soundtrack.

Ein durchgeknalltes Lehrstück über Machthunger, Tyrannei und Intrige.

Fazit: In Melk gehen die Sommerspiele heuer auf Nummer unsicher – und tun das Richtige.