Sommertheater-Kritik: Simply die Pest. Und plötzlich zieht einer den Stecker.

Von Denise Schweiger. Erstellt am 19. August 2020 (04:47)
Groovig: Florian Sebastian Fitz beim sechsten „Xperiment“ in Melk.
Franz Gleiß

Und plötzlich zieht einer den Stecker. Eben noch von einer Party auf die nächste gegrooved – und, ehe man sich versieht, zum Stubenhocken verdammt. Zwischen Lockdown und Lockerungen: Was wir alle seit dem Ausbruch des Coronavirus erlebt haben, zeigte das Ensemble des letzten „Xperiments“ der „Sommerspiele Melk Pandemic Edition“ im musikalischen Schnelldurchlauf.

Die Lacher des Publikums in der Wachauarena waren den fünf Darstellern gewiss: Zu gut erkannten sich wohl die meisten Besucher im Ausnahmezustand Selbstisolation wieder. Eingefleischte Fans der Melker Musikrevuen sind aufwendige Kostüme und bunte Kulissen gewohnt. „Simply die Pest“ überzeugte auf reduzierte Art und Weise – denn an Witz, Charme und Stimmgewalt wurde nicht gespart.

Fazit: Zwei Gute-Laune-Abende als gebührendes Ende der „Sommerspiele Xperiments!“