Puppentheater-Kritik: Der Diener zweier Herren. Die Beatrice ist verzweifelt und weint in den Oberschenkel ihrer Puppenspielerin. Und auch in ihrer Mimik ist das ganze Leid ihrer kleinen Marionetten-Protagonistin abzulesen:

Von Michael Pfabigan. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:26)
Die Puppen und ihre Spieler: das Hohenloher Figurentheater in Mistelbach.
Josef Schimmer

Barbara und Günter Weinhold alias das Hohenloher Figurentheater spielten bei den Internationalen Puppentheatertagen in Mistelbach, die heuer in abgespeckter Form und unter Corona-Bedingungen stattfanden, Goldonis „Diener zweier Herren“: klassisches Figurentheater mit ausdrucksstarken Lindenholz-Marionetten, die ihre Spieler weitgehend vergessen lassen.

Beeindruckend auch das Textvolumen der Marionettenspieler: Neun Charaktere für zwei Puppenspieler bei der 80-minütigen Commedia dell’arte sind beeindruckend. Das Publikum lohnte es mit minutenlangem Applaus.

Fazit: Ein Abtauchen in eine Welt der Marionetten – definitiv nicht nur für Kinder!