Sommertheater-Kritik: Charivari

Erstellt am 30. Juni 2021 | 00:00
Lesezeit: 2 Min
Da fing’s erst an, das „Charivari“: Michelle Haydn (Kathi) und Oliver Baier (Finkl) in Schwechat.
Da fing’s erst an, das „Charivari“: Michelle Haydn (Kathi) und Oliver Baier (Finkl) in Schwechat.
Foto: Barbara Palffy
Ein „Durcheinander“ war’s schon. Eine „Karikatur mit Heurathszweck“, wie sie schon ihr Autor nannte, auch. Aber ein „Katzenlärm“? War’s gar nicht, was Peter Gruber da im 49. (!) Jahr seiner Nestroy-Spiele im Schloss Rothmühle auf die Bühne brachte.

Im Gegenteil. So komisch, so musikalisch und – auch – so politisch war Nestroy schon lange nicht. Das Hin und Her rund um einen „Haustyrannen“ (grandios und despotisch.

 Rainer Doppler als Muffinger), seine Köchin (resch und fesch: Michelle Haydn als Kathi), deren arbeitslosen Gatten (wunderbar und wandelbar: Oliver Baier als Finkl) und noch ein paar Heirats(un)willige war dagegen tatsächlich ein heilloses, der Abstecher zu den Dschihadisten ein verzichtbarer, das Happy End ein höchst ersehntes.

Fazit: Ein grandioses Durcheinander von kuriosen Herren und grandiosen Katastrophen.