Operetten-Kritik: „Der Opernball“

Erstellt am 26. Juli 2022 | 23:20
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Komisch: Christoph Wagner-Trenkwitz in Langenlois.
Foto: Barbara Palffy
„Fledermaus“ flatterte heuer keine durch den Haindorfer Schlosspark. Dafür tanzten ein paar lasterhafte Herren, ein paar listige Damen, ein kokettes Hausmädchen und ein kecker Neffe – am (Pariser) „Opernball“.

Der feiert in Richard Heubergers gleichnamiger Operette vergnügt den Moment („man lebt nur einmal“), während seine Pärchen zwischen weißen Schürzen und rosa „Dominos“ (Bühne und Regie: Peter Lund) in den Chambres séparées nach der Liebe – oder dem Laster – suchen.

Und das so komisch, dass es schon fast ironisch erscheint – nicht nur wegen des (auch vom Opernball) sattsam bekannten „Oberkellners“.

Sehr überzeugend: Boris Eder, Erwin Belakowitsch und Cornelia Horak, eine Entdeckung: Theresa Dax als Hortense und Eike Onyambu als Henri.

Fazit: Witz und Melodie zwischen Liebe und Laster. Sehr vergnüglich!