Opern-Kritik: „La Cenerentola“

Erstellt am 09. August 2022 | 23:55
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Märchenhaft: Rachel Deatherage (Angelina) und Emilio Marcucci (Alidoro) in Kirchstetten.
Foto: Andreas Anker
Im „kleinsten“ (so Intendant Stephan Gartner), jedenfalls oft schweißtreibendsten „Opernhaus“ Österreichs im Maulpertsch-Saal von Schloss Kirchstetten wird Rossinis „La Cenerentola“ gespielt, dass sich die alten Balken biegen.

Mit der amerikanischen Mezzosopranistin Rachel Deatherage als sensationelle Angelina, dem mexikanischen Bariton Jorge Alberto Martinez als ebenbürtigem Dandini, in einer pfiffigen Inszenierung von Richard Panzenböck, mit einfallsreichen Kostümen von Nina Holzapfel, auf der mit Kunstrasen versehenen Laufstegbühne von Petra Fibich-Patzelt und instrumental gut grundiert von den Virtuosi Brunenses unter der bewährten Leitung von Hooman Khalatbari. Nichts für Klaustrophobe und Frühschläfer, aber die Anreise allemal wert.

Fazit: Aschenputtel-Story mit südlichem Opernflair im nördlichen Weinviertel.