Operetten-Kritik: Eva

Erstellt am 04. August 2021 | 00:56
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Heiter: Alexander Kröner (Dagobert) und Claudia Goebl (Pipsi).
Foto: Christian Husar
Vom Aschenbrödel zur Märchenprinzessin, diese Wandlung macht die Fabriksarbeiterin Eva (Sieglinde Feldhofer) in Franz Lehárs Operette durch. Und das recht flott, ist doch die Inszenierung in der Sommerarena Baden auf zwei Akte statt der ursprünglichen drei verdichtet.

Da bleibt die Romantik ein wenig auf der Strecke, die Avancen des neuen Fabriksbesitzers Octave Flaubert (Reinhard Alessandri) sind nicht schön anzusehen, auch schwer zu hören, da die Akustik zumindest bei der Premiere ihre Tücken hatte.

Eine Anspielung auf „Me Too“ gab es gleich zu Beginn des ersten Aktes, man ist sich also der Wirkung bewusst. Egal, dafür ist die Stimmung ausgelassen, die Kostüme wahrlich märchenhaft, die Choreografien operettenhaft-vergnügt.

Fazit: Schneller sozialer Aufstieg und gar nicht so heitere Themen locker-flockig inszeniert.