Kindertheater-Kritik: Das Städtchen Drumherum. Da, wo die Häuser aufhören, da fangen die Bäume an. Oder umgekehrt?

Von Michaela Fleck. Erstellt am 30. September 2020 (03:33)
Zwischen Seifenblasen und Klimaschutz: Claudia Kainberger als Frau Hullewulle (vorne), Sven Kaschte als Bürgermeister (ganz vorne) und Nils Arztmann als xxx . Zu sehen ist „Das Städtchen Drumherum“ bis 12. Februar 2021 in der St. Pöltner Theaterwerkstatt. 
Alexi Pelekanos

Jedenfalls fängt da, wo die Kurzsichtigkeit, die Bauwut und der Größenwahn aufhören, der Klimaschutz an. Da kann der Bürgermeister (eitel und komisch: Sven Kaschte) noch so sehr von Tiefhäusern, Hochgaragen, Düsenrolltreppen und Unter-See-Bahnen träumen.

Die hätten ihn ohnehin weder seine Kinder noch seine Waldtiere und schon gar nicht die wundersame Frau Hullewulle bauen lassen (engagiert und übermütig: Claudia Kainberger und Nils Arztmann). Krepppapiergrün, latzhosenbunt und schreibtischgrau ist Mira Lobes Kinderbuchklassiker, den Nehle Dick in der St. Pöltner Theaterwerkstatt in Szene gesetzt hat.

Und so aktuell, dass ihn jeder Bürgermeister gesehen haben sollte…

Fazit: Klimaschutz zwischen Waldgeistern und Stadtbaggern – für Kleine und für Große!