Theater-Kritik: Umsonst. Ach, Nestroy! Da braucht man gar nicht die Jahre zählen (164 sind es), um den Meister der Possen heute so wenig verstaubt zu finden wie damals. Als die Komödianten arm, die Fabrikanten reich, die Männer mächtig und die Mündel tugendhaft waren. Oder war es doch ganz anders?

Von Michaela Fleck. Erstellt am 09. Juni 2021 (01:58)

Jedenfalls war weder die Liebe (entzückend: Magdalena Hammer, berückend: Leonhard Srajer, überzeugend: Simon Brader) noch die Mühe (Regie: Bruno Max, Musik: Frizz Fischer) „umsonst“, mit der man seit Sonntag im Mödlinger Stadttheater von Würde und Schmiere, Stolz und Gier, Lug und Trug – und auch von der hehren (und der suspekten) Kunst erzählt. Und zwischen all den Possen (brisant: die Couplets) noch Zeit für ein paar Takte Stummfilm findet.

Fazit: Komischer geht’s kaum, klüger auch nicht. Mehr davon!