Konzert-Kritik: J. S. Bach: h-moll-Messe. Nicht oft bietet sich die Gelegenheit, dieses gewaltige Werk im Konzert zu hören.

Von Ewald Baringer. Erstellt am 22. Juli 2021 (10:32)
Heinz Ferlesch
Nach der „Hohen Messe“: Heinz Ferlesch (Mitte) mit seinem Solistenensemble, seinem Chor Ad Libitum und seinem Originalklangensemble Barucco in der Stiftskirche Herzogenburg.
Michael Linsbauer

In der Stiftskirche Herzogenburg war am Sonntag der Glücksfall einer prächtigen Aufführung unter der Leitung von Heinz Ferlesch zu erleben, mit dem fantastischen Chor Ad Libitum und dem fabelhaften Originalklangensemble Barucco sowie einem vorzüglichen Solistenquartett, bestehend aus Elisabeth Wimmer (Sopran), Patrizia Nolz (Alt), Daniel Johannsen (Tenor) und Matthias Helm (Bass).

Mit hoher Präzision und großem Gespür für dynamische Differenzierungen, effektvolle Übergänge und klangliche Transparenz führte Ferlesch die Mitwirkenden durch das zweistündige Opus. Wer es verpasst hat, erhält – hoffentlich! – im Jänner 2022 noch eine Chance im Festspielhaus St. Pölten.

Fazit: Überwältigendes Werk in mustergültiger Interpretation.