Theater-Kritik: Atmen. Maske runter, einatmen, Overhead-Projektor an. Im Theater Spielraum stehen Lara Bumbacher und Clemens Fröschl erstmals als „taschenspielerinnen“ auf der Bühne.

Von Sophie Kronberger. Erstellt am 15. September 2021 (03:10)
Atmen
Atmen
Paul Vincenth Schütz

Mit ihrem neugegründeten Theaterverein haben die beiden den Anspruch, Stücke zu spielen, die ohne viele Requisiten auskommen. In ihrer ersten Produktion, dem Stück „Atmen“ des Autors Duncan Macmillan, geht es um eine große Frage: Kann man in der heutigen Zeit noch ein Kind bekommen?

Die Geschichte einer Beziehung entfaltet sich in Windeseile, Zeit ist nur eine Nebensache, die Emotionalität dadurch bleibt aber nicht auf der Strecke. Im Gegenteil. Fröschl und Bumbacher beherrschen das Spiel aus Nähe und Distanz perfekt und lassen so zahlreiche Bilder im Kopf entstehen.

Fazit: Eine atemberaubende Schnelligkeit, minimalistisch, emotional und höchst aktuell.