"Zu ebener Erde und..." in Schwechat.

Von Thomas Jorda. Erstellt am 03. Juli 2018 (00:29)
Barbara Palffy
Nur nicht unterkriegen lassen: Erwin Leder als Tandler Schlucker.

Rührend, manche Vertreter der FPÖ. Kommen zu den Nestroyspielen und sind bass erstaunt, dass ihnen dort wenig Sympathie entgegenschlägt. Das führte zu einem derart erregten blauen Protestmail, wie es sich nicht einmal der alte Johann hätte ausdenken können.

Aber reden wir von der überaus gelungenen Produktion, die Regisseur Peter Gruber auf den Weg gebracht hat. Denn „Zu ebener Erde und im ersten Stock“ ist kein leichtes Unterfangen, vieles muss oben und unten parallel ablaufen. Das funktioniert aber prächtig, unterhält bestens und birgt – wie zu erwarten – sozialkritische Pointen der feinsten wie brutalsten Art. Im Ensemble nur Lichtblicke; wollen wir subjektiv jemand herausgreifen, dann Rahel Kislinger als liebenswert starke Salerl.

Fazit: Politikbashing vom Feinsten und beste Theaterunterhaltung. So geht der alte Nestroy.