Ein seltsames Paar: Kritik.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 12. Juli 2016 (14:00)
Kogler
Das hält ja kein Mann aus. Die Freundschaft von Oscar und Felix wird durch das Zusammenleben auf eine harte Probe gestellt.

Das kann nicht gut gehen: Raubein Oscar, Sportreporter und Ungustl (Fritz Hammel lässt den Matthau raushängen), nimmt den suizidgefährdeten Felix, Neurotiker mit Putzfimmel (Boris Pfeifer als Feschak mit Abgründen), bei sich auf. Beide sind von ihren Frauen und vom gesunden Menschenverstand verlassen. Felix nervt Oscar rasch mit häuslicher Schikane, und als er ihm auch noch das Date mit den spanischen Costazuela-Schwestern vermasselt, eskaliert die Lage.

Das Bühnenbild mit New-York-Skyline samt Freiheitsstatue ist top, die Schauspieler (auch die Pokerrunde) agieren gut gelaunt. Schade nur, dass Werner Sobotkas laute Inszenierung der Vorlage Neil Simons leise menschliche Zwischentöne und den Figuren dadurch ihr tragisches Moment nimmt.

Fazit: Sommerlich leichtes Theater mit Spaßfaktor – mangels Tiefgang aber kein Höhenflug.