Während des Studiums nach Kanada. Martin Mock, Wirtschafts-Student an der FH Wiener Neustadt, macht gerade, kurz vor Beendigung des Masterstudiums, ein Auslandssemester an der University of Saskatchewan.

Erstellt am 23. Februar 2017 (15:06)
privat
Martin Mock, Student der Wirtschaftsberatung und Unternehmensführung an der FH Wiener Neustadt, ist derzeit auf Auslandssemester in Kanada, wo er den Ureinwohner und Tänzer Thunderchild kennenlernte.

Warum haben Sie sich für ein Auslandssemester in Kanada entschieden?
Schon während des Bachelor-Studiums habe ich wegen eines Auslandssemesters überlegt, was sich aber beruflich nicht vereinbaren ließ. Im Masterstudiengang ist der Gedanke wieder aufgekommen und dieses Mal entschloss ich mich, es zu machen. Wenn schon, dann englischsprachig und weit weg, war die nächste Überlegung. So fiel die Wahl auf Kanada.

Wie ist es in Kanada?
Kalt. Das war zumindest mein erster Gedanke, als ich hier bei minus 40 Grad Celsius Außentemperatur ankam. Tage wie diese sind keine Seltenheit, doch daran habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Außerdem sind die Bewohner der Gegend entsprechend vorbereitet. So sind etwaige Gebäude, auch der Uni-Campus, so angelegt, dass man entweder mittels Tunnel oder Skyline in das andere Gebäude kommt, ohne viel nach draußen zu müssen.

Und wie gestaltet sich das Studieren?
Die Lehrveranstaltungen sind ähnlich aufgebaut wie in Österreich und setzen sich aus Mitarbeit, Präsentation, Journals, Zwischenprüfung und Endprüfung zusammen. Dazwischen sitze ich an meiner Master-Arbeit, die ich Anfang Mai abgeben möchte.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ganz unterschiedlich. Mir ist es wichtig, neue Leute kennenzulernen, weshalb ich Futsal (Hallenfußball-Variante, Anm.) spiele und viel unterwegs bin. So war ich beispielsweise schon bei Eishockeyspielen und dem Wanuskewin Heritage Park. Nach unseren Zwischenprüfungen haben wir eine Woche frei, in der ich mit anderen Studenten einen Trip in die Rocky Mountains vorhabe.

Welche Ihrer bisher gesammelten Eindrücke sind besonders stark?
Die Menschen hier sind sehr freundlich und zuvorkommend und das Land unglaublich weitläufig. Wenn ich hier jemanden frage, woher er oder sie kommt, kann „aus der Nähe von Saskatoon“ durchaus eine Strecke von über drei Stunden bedeuten. Ein Beispiel: Bei unserer siebenstündigen Fahrt zum Eishockeyspiel Battle of Alberta in Calgary haben wir gerade einmal zwei oder drei Dörfer passiert. Außerdem haben die Kanadier ein eigenes Verhältnis zur Kälte. So wird Wasser stets mit Eiswürfeln serviert und es gibt trotz der eisigen Außentemperaturen Eis, Eiskaffee, gekühltes Zuckerwasser etc.

Was fehlt in Kanada?
Ein ordentliches, gutes Schwarzbrot mit einem guten Spritzer beim Heurigen. Auf das freue ich mich schon wieder!