IMC-Studierende auf Praktikumsreise nach Afrika. Die Studierenden des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der IMC FH Krems haben im Jahr der Pflege Großes vor: Sie werden gemeinsam mit ihrem Studiengangs- leiter Markus Golla und dem Initiator von fünf Gesundheitsprojekten, Emeka Emeakaroha, nach Ihitte Uboma in Nigeria reisen. Dort liegt das Madonna Austrian Hospital, in dem sie praktische Erfahrungen sammeln werden.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 18. Februar 2020 (00:01)
25 Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der IMC FH Krems und einige Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aus österreichischen Kliniken begeben sich gemeinsam mit dem Studiengangsleiter Markus Golla auf Praktikumsreise.
FH Krems

Die Vorfreude ist jetzt schon groß: 25 Studierende des Bachelor-Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege der IMC FH Krems und einige Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter aus österreichischen Kliniken begeben sich gemeinsam mit dem Studiengangsleiter Markus Golla auf Praktikumsreise.

Dieses Praktikum ist einzigartig, denn die Studierenden arbeiten eine Woche gemeinsam mit den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern aus Österreich in einem afrikanischen Krankenhaus.

Ein Besuch der Nursing University in der Hauptstadt steht ebenso auf dem Programm, um sich mit heimischen Studierenden der Gesundheits- und Krankenpflege zu vernetzen.

Überdies lernen die Studierenden die Kultur und das Leben vor Ort kennen. In diesem Rahmen wird es täglich neue Arbeitsaufträge des Studiengangsleiters zu aktuellen Tagesthemen wie zum Beispiel „Wie kann man die Gesundheitsförderung vor Ort verbessern?“ oder „Welche Veränderungen würden vor Ort das Leben verbessern?“ geben, die es zu bearbeiten gilt.

Einfallsreichtum ist gefragt

Die Herausforderung ist, mit wenig technischer Ausstattung zu arbeiten. Hier ist Improvisation und Einfallsreichtum gefragt. Es geht natürlich auch um Analysieren und Entscheidungen treffen. All diese Fähigkeiten sollen bei den Studierenden durch dieses Praktikum gefördert werden. „Studierende, die gemeinsam in Afrika ein Praktikum machen, sind mit Sicherheit eine Seltenheit. Sie lernen mit wirklichen Basismöglichkeiten im Gesundheitswesen zu agieren. Sie werden im Gegensatz zu Österreich keine große Technik und kein großes Back-up vorfinden“, erklärt IMC Geschäftsführerin Ulrike Prommer.

Global denken – grenzenlos handeln

Für viele der Studierenden ist eine solche Reise ein Wunschtraum, deshalb ist die Warteliste auch groß und eine Fortsetzung dieses Formates für 2021 geplant. Einen kompletten Arbeitszyklus von mehreren Monaten zum Beispiel mit „Ärzte ohne Grenzen“ trauen sich die meisten in diesem Alter noch nicht zu. Deshalb ist eine 14-tägige Praktikumsreise gemeinsam in der Gruppe mit Studienkollegen ein sehr gutes Format. Denn um die Sicherheit und die Unterkunft kümmert sich die Emeakaroha Foundation.

„Nicht nur die Natur und die Umwelt brauchen globale Denkmuster, sondern auch die Pflege. Aus diesem Grund haben wir unseren Studierenden als internationale Option eine Praktikumsreise nach Afrika angeboten. Als Studiengangsleiter ist es mir wichtig, dass Studierende diese Möglichkeit erhalten. Nur so bringen wir Veränderung und Innovation in unser System ein“, betont Studiengangsleiter Markus Golla.

Studiengang Gesundheits- & Krankenpflege

Der Bachelor-Studiengang Gesundheits- und Krankenpflege der IMC FH Krems wird vom Land Niederösterreich gefördert. Nun wurde, acht Jahre nach seiner Einführung, ein neues zukunftsweisendes Curriculum ausgearbeitet, das mit dem Studienjahr 2020/21 startet.

Es bereitet die Studierenden auf unterschiedliche Tätigkeiten im Gesundheitswesen vor: Sowohl theoretisch als auch praktisch unter anderem auf Akutpflege – also auf Pflege im chirurgischen und internistischen Bereich in einem Krankenhaus, auf Langzeitpflege – Pflege von Menschen in einem Pflegeheim, auf mobile Pflege – Pflege von Menschen im häuslichen Umfeld und auf Rehabilitationspflege, aber auch auf Beratungskonzepte, Forschung im Gesundheitswesen und viele andere Themen.

Neben den klassischen Modulen der Gesundheits- und Krankenpflege haben Studierende ab dem 5. Semester die Möglichkeit, ihren persönlichen Studienweg durch zusätzliche Wahlmodule zu erweitern. Hierbei können sie zwischen Pflege bei Kindern und Jugendlichen, Onkologischer Pflege und Pflege im Unfall- und Neuro-Rehabilitationsbereich wählen. Und genau das sind Schwerpunkte, die diese Gesundheits- und Krankenpflege-Ausbildung so besonders machen.