Das erste Haustier für Kinder: Was ist zu beachten?. Das Aufwachsen mit einem Haustier ist für ein Kind etwas ganz besonderes. Es lernt, sich zu kümmern und Verantwortung zu übernehmen. Nachfolgend erfahren Sie, welches Tier für welches Alter geeignet ist und welche Verantwortung Kinder übernehmen können.

Erstellt am 31. Juli 2017 (00:01)
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Haustier ganz bewusst auswählen
Die meisten Kinder wünschen sich Haustiere. Generell ist dagegen auch nichts einzuwenden. Sie lernen dadurch, für das Tier zu sorgen. Dies ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der Kinder. Neben den entwicklungspädagogischen Aspekten haben Tiere auch weitere Vorteile: Das Tier zu streicheln, mit ihm zu spielen sowie die Anwesenheit und Nähe kann dem Kind Beruhigung und Trost schenken, wenn es traurig ist und von Problemen oder Ärger ablenken. Doch bevor der Wunsch erfüllt wird, sollte man sich bewusst sein, welche Konsequenzen die Anschaffung hat. Anfangs ist die Begeisterung oft sehr groß, doch nach kurzer Zeit ist sie verflogen. Das Tier sollte sich für das Kind eignen, da nicht alle für Kleinkinder passend sind.

Ab welchem Alter können sich Kinder um ein Haustier kümmern?
Bevor ein Tier ins Haus geholt wird, sollte stets die wichtigste Frage geklärt werden: Wer kümmert sich darum und welche Verantwortung kann das Kind übernehmen? Grundsätzlich sollten Sie bedenken, dass es allein kein Tier halten kann, sodass die Verantwortung letztendlich doch stets bei den Eltern liegt. Das Kind kann je nach Alter jedoch mit einbezogen werden. Wenn alle Familienmitglieder mit dem Tier einverstanden sind, kann die Pflege für Zusammenhalt sorgen. Ab welchem Alter ein Tier geeignet ist, ist vom Charakter und von der Reife des Kindes abhängig. Kindergartenkinder benötigen noch viel Hilfe durch die Eltern. Grundschüler können mit etwas Unterstützung bereits ein Tier selbstständig betreuen und umsorgen.

Welches Haustier soll es sein?
Die wichtigste Frage lautet: Welches Tier soll es sein? Passt es zum Kind und zur gesamten Familie? Diese Entscheidung sollte sehr sorgfältig getroffen werden. Ein erwachsener Hund verträgt auch mal ein ruppiges Verhalten, während eine bedrängte oder verärgerte Katze vor Wut kratzen kann. Ist Ihr Kind gern aktiv und an der frischen Luft, eignet sich ein Hund. Wenn das Kind eher ruhig ist und sich ein Tier zum Kuscheln wünscht, ist zum Beispiel ein Kaninchen die bessere Wahl. Eine Katze, ein Hund und ein Meerschweinchen eignen sich zum Spielen ab etwa fünf bis sechs Jahren. Kleine Kinder sollten mit dem Hund aber nicht allein gelassen werden. Ganz gleich, welches Tier es letztendlich sein wird, das Kind muss wissen, dass es genau wie Menschen, ein Lebewesen mit Bedürfnissen und Gefühlen ist, die zu respektieren sind. Wenn es da ist, muss das Kind merken, dass die Eltern Interesse am Haustier haben. Sonst lässt auch beim Kind schnell die Begeisterung nach. Daher sollte darauf geachtet werden, dass es zur gesamten Familie passt.

Fazit
Ein Tier kann für ein Kind viele Vorteile bieten. Doch es ist wichtig, dass es ein artgerechtes Zuhause findet und dass alle Familienmitglieder bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen und die Bedürfnisse des Tieres zu berücksichtigen und zu respektieren. Sein Wohlbefinden sollte stets im Vordergrund stehen.