Erstellt am 20. November 2017, 00:01

Verkehrsrecht.

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 Welche Pflichten hat ein Autofahrer, wenn es schneit und friert?

Mag. Alexander Walter Behm:
Aufgrund der von 1. November bis 15. April des Folgejahres geltenden witterungsabhängigen Winterausrüstungspflicht dürfen Pkw bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen nur in Betrieb genommen werden, wenn an allen Rädern Winterreifen montiert sind. Ein Reifen gilt nur mit einer „M+S“-Kennzeichnung für „Matsch und Schnee“ als Winterreifen. Die Mindestprofiltiefe muss im mittleren Bereich der Lauffläche mindestens vier Millimeter betragen, bei Diagonalreifen fünf Millimeter. Ein Höchstalter für Reifen gibt es jedoch in Österreich nicht.

Vor dem Losfahren sind alle Autoscheiben, Außenspiegel und Scheinwerfer von Schnee oder Eis zu befreien. Der hier nachlässige Autofahrer muss mit einer Geldstrafe rechnen. Den Motor im Stand warmlaufen lassen, ist übrigens verboten und kann ebenfalls mit einer Geldstrafe geahndet werden. Es sollte nicht übersehen werden, auch das Autodach von Eis und Schnee zu befreien, um eine Sichtbehinderung oder eine Gefährdung des nachfolgenden Verkehrs aufgrund von rutschenden Eis- und Schneeplatten auszuschließen.

Bei schlechten Licht- und Sichtverhältnissen beispielsweise durch Regen, Schneefall, Nebel und dergleichen ist das Abblendlicht auch tagsüber einzuschalten. Andernfalls muss man ebenfalls mit einer Geldstrafe rechnen. Tagfahrlicht allein reicht bei schlechter Sicht nicht aus, denn dieses leuchtet nur vorne, während die Heckleuchte finster bleibt. Dadurch sind die Fahrzeuge von hinten schlecht erkennbar.

zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Mag. Alexander Walter Behm
Rechtsanwalt in Horn
02982/30580
kanzlei@behm.at

 

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