Lottogewinn: Was muss man beachten?

Erstellt am 28. Oktober 2019 | 08:15
Lesezeit: 2 Min
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Dr. Franz Lima: Das Wichtigste zuerst: Wer in Österreich die richtigen Zahlen auf dem Tippschein hat, kann sich vollends freuen.

Nicht nur, dass die richtigen Zahlen eine erquickliche Vermögensvermehrung darstellen, diese kann auch in voller Höhe auf dem eigenen Konto in Empfang genommen werden. Denn es ist hierzulande nicht notwendig, den Gewinn der Einkommensteuer zu unterziehen.

Lottogewinne sind nicht steuerbar, weil sie keine Einkünfte darstellen. Frei nach dem Motto: Das Glück ist ein Vogerl. Doch der Gewinn einer hohen Summe bedeutet für die meisten nicht nur einen einmaligen finanziellen Zuwachs auf ihrem Konto. Man wird das Geld „arbeiten“ lassen. Sie gründen ein Unternehmen, kaufen Immobilien und vermieten diese oder veranlagen einfach nur Ihr gewonnenes Geld durch Kauf von Wertpapieren oder Sparformen.

Vorsicht: Hier fallen die Erträgnisse aus dem Vermögen in die Einkommensteuerpflicht. Es wird, je nachdem, wie der Gewinn investiert wird, Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit, aus Vermietung und Verpachtung bzw. Einkünfte aus Kapitalvermögen geben.

„Normale“ Gewinne müssen in der jährlichen Steuererklärung angegeben werden. Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen der Kapitalertragsteuer (KESt). Die KESt ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer.

Das heißt, die Kapitalertragsteuer wird von der Bank bzw. der auszahlenden Stelle einbehalten und direkt an das Finanzamt abgeführt. Die Kapitalertragsteuer für Kapitalerträge aus Geldeinlagen beträgt 25 Prozent.

Rechtstipp Portrait KW44
Foto: zVg Rechtsanwaltskammer NÖ

Dr. Franz Lima
Rechtsanwalt in Schwechat
01/7065923
office@ra-lima.at

Eine Kooperation der NÖN mit der Rechtsanwaltskammer NÖ.
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