Lehre mit Matura hoch im Kurs. Das erfolgreiche Ausbildungsmodell geht in die Verlängerung. Die ersten Vorbereitungslehrgänge für den neuen Jahrgang der Berufsmatura starteten am 11. November.

Erstellt am 17. November 2020 (10:51)
Die Lehre mit Matura eröffnet bessere Aufstiegschancen und eine hochqualitative zusätzliche Weiterbildung.
wko

Derzeit absolvieren in Niederösterreich mehr als 920 Lehrlinge die Ausbildungsschiene „Lehre mit Matura“. Als Projektträger des vom Bildungsministerium (BMBW) finanzierten Programmes fungiert das WIFI NÖ mit seinem Partner BFI NÖ.

Durchgeführt werden die Lehrgänge von diesen beiden Weiterbildungseinrichtungen an den Standorten der Landesberufsschulen, bei den Projektträgern selbst oder direkt im Unternehmen.

Aufgrund des großen Zuspruchs geht die „Lehre mit Matura“ nun in die Verlängerung. Die ersten Vorbereitungslehrgänge für den neuen Jahrgang der Berufsmatura starteten am 11. November. Vier Teilprüfungen müssen abgelegt werden (Deutsch, Englisch, Mathematik und ein berufsbezogener Fachbereich).

Für die Sozialpartner ist dieses Modell eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer und Unternehmen.

„Die Lehrlinge profitieren von besseren Aufstiegschancen und einer hochqualitativen zusätzlichen Weiterbildung, die viele Möglichkeiten für die weitere Laufbahn eröffnet, so auch an einer Fachhochschule oder Universität“, erklärt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) Markus Wieser. Zudem seien die Matura-Vorbereitungskurse für die Jugendlichen kostenlos.

Die Betriebe würden davon profitieren, dass hoch qualifiziere Mitarbeiter für ihre Geschäftstätigkeit ausgebildet werden, betont Wolfgang Ecker, Präsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). „Eine ‚Lehre mit Matura‘ ist ein Imagegewinn für das gesamte Unternehmen und den heimischen Wirtschaftsstandort. Jede Maßnahme zur Stärkung der Lehre hilft im Kampf gegen den Fachkräftemangel“, streicht Ecker hervor.

NÖ Wirtschaftspressedienst