Georg Ecker will ÖVP-Blockaden lösen. „Was im Bund geht, muss auch in der Gemeinde möglich sein“

Erstellt am 20. Januar 2020 (00:01) – Anzeige
zVg

Landtagsabgeordneter Georg Ecker geht als Spitzenkandidat der Grünen Hollabrunn in die Gemeinderatswahlen. Er möchte „Blockaden im Klima- und Verkehrsbereich lösen“, wie er sagt. Im Gegensatz zum Bund, wo die Grünen nun mitregieren und die Klima- und Verkehrswende vorantreiben, herrscht in Hollabrunn in diesen Bereichen weitgehend Stillstand. „Die ÖVP hat viele unserer Vorschläge für einen Klimaschutzbeitrag der Gemeinde Hollabrunn abgelehnt, wie zum Beispiel die Umstellung der Stadtverwaltung auf 100% Ökostrom“, sagt Ecker.

Auch im Verkehrsbereich ist viel zu tun: „Wir erwarten uns mehr Einsatz für den zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahn von der Stadtregierung. Außerdem muss die Anbindung der Katastralgemeinden deutlich verbessert werden“, fordert Ecker. Es gebe aus vielen Orten nicht einmal Busse zum Bahnhof Hollabrunn zu den Stoßzeiten. „Wenn kein Bus fährt, können wir nicht erwarten, dass Menschen die Öffis benutzen“, so Ecker.

Eine lebendige Fußgängerzone mit Bäumen und Sitzgelegenheiten ist für die Grünen Hollabrunn der dringend notwendige Impuls für die Innenstadt.
 
zVg

Die wirtschaftliche Entwicklung von Hollabrunn bietet ebenfalls Luft nach oben. Neben der dringend nötigen Innenstadtbelebung, wo es endlich aktive Maßnahmen seitens der Stadtpolitik braucht, sieht der ausgebildete Volkswirt Ecker auch Chancen für den Wirtschaftsstandort Hollabrunn. „Überall herrscht Fachkräftemangel. Wir haben die Fachkräfte“, spricht Ecker die guten Bildungseinrichtungen in Hollabrunn an. „Leider werden für neue Betriebe nicht die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen“, sagt Ecker. Er fordert einen FH-Standort für die Stadt Hollabrunn und kostengünstige Räume für Menschen mit Ideen, woraus in weiterer Folge neue Unternehmen entstehen können.

Eine Transitroute durchs Hollabrunner Gemeindegebiet nach Freistadt („Europaspange“ oder „Waldviertelautobahn“ genannt), wie von ÖVP-Seite gefordert, ist laut Ecker dagegen nachteilig für unsere kleinstrukturierte Wirtschaft. „Der Verkehrsexperte Harald Frey hat bei seinem Vortrag in Hollabrunn bestätigt, dass ländliche Regionen durch Autobahnen immer verlieren, weil der Kaufkraftabfluss so hoch ist“, sagt Ecker. Außerdem würde die Autobahn eine der Stärken Hollabrunns – die hohe Lebensqualität – massiv beeinträchtigen. Lärm, Abgase, Staus auf den Zubringern wie der S3 und eine Zerstörung unserer schönen Weinviertler Landschaft sind die Nachteile der geplanten Transitroute. Das Geld, das derzeit in die Planung der Autobahn von Hollabrunn nach Freistadt fließt, ist im Ausbau der Öffis nachweislich besser investiert.

Aber nicht nur aufgrund der Autobahnpläne hat die ÖVP mittlerweile den Ruf, „Meister der Versiegelung“ zu sein. Sieht man sich etwa den Parkplatz vor dem neuen Kindergarten in Hollabrunn an, herrscht dort eine Asphaltwüste. „Überall in der Stadt braucht es Grünoasen, damit Regenwasser versickern kann und die Luft im Sommer nicht so heiß wird“, sagt Ecker. Das Naherholungsgebiet Hollabrunner Wald wollen die Grünen unter Natura-2000-Schutz stellen. „Damit würden die Pläne der ÖVP, Teile des Waldes als Bauplätze widmen zu wollen, endgültig Geschichte sein“, erklärt Ecker.

Sind Teil des Grünen Teams für Hollabrunn: Stefan Schnepf, Sabine Fasching, Martin Klus, Peter Loy, Gabriele Bodei, Georg Ecker und Moritz Cermak.
zVg

Ecker freut sich, mit einem vielseitigen Team in die Gemeinderatswahl zu gehen und für die Grünen Themen arbeiten zu dürfen. Gemeinsam haben sie die Vision einer lebendigen, lebenswerten und naturnahen Gemeinde Hollabrunn. „Von ganz jung bis zu sehr erfahrenen Gemeindepolitikern gehen wir mit einer guten Mischung in die Wahl“, sagt Ecker: „Ich bin überzeugt, dass wir mit einem guten Ergebnis auch auf Gemeindeebene einige Blockadehaltungen der ÖVP lösen können.“