Behutsam unterm Arm greifen. Simona Mihalkova erzählt, was ihr als Heimhelferin im Retzer Land und Pulkautal wichtig ist: Bei den vier bis neun Einsätzen pro Tag will sie ganz auf den Menschen eingehen.

Erstellt am 26. November 2018 (01:00) – Anzeige
Karin Widhalm
Pflegemanagerin Ludmila Simotova und Heimhelferin Simona Mihalkovaerzählen von der Pflegearbeit des Hilfswerks Retzer Land-Pulkautal.

Simona Mihalkova legt sehr viel Herz und Geduld in ihre Arbeit. Das erzählt sie im Hilfswerk Retzer Land-Pulkautal mit Sitz in der Stadt Pulkau. Sie arbeitet als Heimhelferin für die Organisation und hat vier bis neun Einsätze pro Tag. Das richtet sich ganz nach dem jeweiligen Job, den sie im Haus des zu Pflegenden zu erledigen hat.

„Die Heimhelferin unterstützt die zu pflegende Person im eigenen Haus, zum Beispiel bei der Körperpflege, beim Anziehen oder beim Essen. Je nachdem, wo er oder sie Hilfe braucht“, beschreibt sie. Unterschiedlich sind naturgemäß auch die Charaktere, auf die sie trifft.

 „Man braucht großes Einfühlungsvermögen“

 Da gibt’s die Ruhigen oder die Anspruchsvollen. „Unsere Arbeit ist es, nicht zu urteilen“, betont Mihalkova, die in Šatov (Schattau) wohnt. Ihr ist eines wichtig: „Man braucht großes Einfühlungsvermögen, sowohl beim Kunden als auch bei den Angehörigen.“ Nicht immer werden Wünsche ausgesprochen, genau dann ist Beobachtungsgabe gefragt. „Man muss sich in den Menschen hineinversetzen.“

Die Pflege zu Hause habe dafür ideale Voraussetzungen, findet die 35-Jährige. Sie kann sich ganz auf den Mann oder die Frau konzentrieren, während im stationären Bereich der ständige Wechsel von einem zum anderen gang und gäbe ist.

Man spürt, dass sie Freude an ihrem Job hat; auch, weil sich die flexiblen Arbeitszeiten gut mit dem Familienleben vereinbaren lassen. „Ich habe zwei Schulkinder“, lächelt sie. Mihalkova strebt an, die Stufe auf der Karriereleiter hochzuklettern. Sie war bisher im administrativen Bereich tätig und hat seit ihrem Besuch in der Retzer Handelsschule in Österreich Ausbildungen absolviert. Das Hilfswerk biete die Möglichkeit, berufsbegleitende Fortbildungen zu besuchen. Die nächste Stufe ist die eineinhalbjährige Ausbildung zur Pflegeassistentin. Dann kann sie zum Beispiel auch Verbände wechseln oder Arzneimittel verabreichen.

Personal wird laufend gesucht: „Das ist immer ein Thema“, erzählt Ludmila Simotova, seit 2017 Pflegemanagerin in Pulkau. Zu einer prekären Situation sei es aber nie gekommen. „Es war immer machbar.“ Die Pflege zu Hause sei wichtig für die Gesellschaft: „Viele wollen bis zuletzt zu Hause bleiben und viele brauchen keine 24-Stunden-Betreuung.“ Dann hilft’s, wenn jemand in manchen Belangen unter die Arme greift.

Das Hilfswerk in Ihrer Nähe

Hilfe und Pflege daheim Retzerland-Pulkautal

Bahnstraße 4, 3741 Pulkau,
Tel. 02946/27410, Montag bis Donnerstag 8.30 bis 14 Uhr,
Freitag 8.30 bis 12 Uhr, pflege.retz@noe.hilfswerk.at

Hilfe und Pflege daheim Hollabrunn

Aspersdorferstraße 5, 2020 Hollabrunn,
Tel. 02952/5364, Montag bis Donnerstag 8 bis 16 Uhr,
Freitag 8 bis 13 Uhr, pflege.hollabrunn@noe.hilfswerk.at

Hilfe und Pflege daheim Schmidatal

Leopold-Figl-Straße 10, 3712 Maissau,
Tel.: 02958/84902, Montag bis Donnerstag 8 bis 14 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr, pflege.schmidatal@noe.hilfswerk.at