„Betrete intimsten Bereich“ . Von der Arbeit in einer Tischlerei zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin: Die 52-jährige Eveline Laister erzählt über ihren abwechslungsreichen Job im Hilfswerk Horn.

Erstellt am 26. November 2018 (00:00) – Anzeige
Markus Füxl
Eveline Laister arbeitet beim Hilfswerk Horn. Die 52-Jährige war zuerst in einer Tischlerei tätig, bis sie 2006 in Krems ihr Diplom zur ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte.

Eveline Laister ist eine Spätberufene. Gemeinsam mit ihrem früheren Ehemann führte sie eine Tischlerei in Langschlag, Bezirk Zwettl. Nach ihrer Trennung absolvierte sie im Alter von 36 Jahren die Ausbildung zur diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin.

Heute ist die 52-Jährige Teamleiterin beim Hilfswerk Horn. Zu ihren Aufgaben zählen neben dem Vorbereiten von Medikamenten auch Wundversorgung, das Verabreichen von Spritzen, Zuckermessen und die Aufsicht über künstliche Ernährung mittels Sonden.

Kommunikation und Fantasie sind wichtig

Ob ihr Job manchmal eine Herausforderung sei? „In dem Beruf muss man oft schnell und alleine Entscheidungen treffen“, sagt Laister. Außerdem brauche man Fantasie, um die Gegebenheiten vor Ort an die Pflege anzupassen. „Das Wichtigste ist aber, dass man kommunikativ ist“, so Laister.

Für sie sei die Hauskrankenpflege die intimste Art von Pflege. „Du trittst durch die Haustür in das Leben der Patienten.“ Dabei könne es auch vorkommen, dass man mit der Zeit quasi zur Familie gehört.

Besonders schätzt sie die Eigenverantwortlichkeit an ihrer Arbeit sowie die Möglichkeit, Beziehungen zu den Menschen aufzubauen. „Man hat einfach mehr Zeit für den Menschen, als es etwa bei stationärer Betreuung der Fall ist.“

Wichtig ist Laister auch ein guter Umgang mit den Kolleginnen. Sie leitet in Gars ein neunköpfiges Team. „Wir sind alle Frauen, die berühmte Stutenbissigkeit gibt es bei uns aber nicht“, sagt sie lachend.

Ein gutes Einvernehmen gibt es auch mit den direkten Vorgesetzten. Generell sei das Hilfswerk ein sehr familienfreundlicher Betrieb, sagt Laister, die selbst mehrfache Mutter ist. „Bei uns hat jeder nur an einem
Wochenende im Monat Dienst, das ist nicht selbstverständlich.“

Auch die Chancen zur Weiterbildung seien gegeben. Das Angebot reicht von Ausbildungen zum Thema Demenz über Schmerzmanagement bis zur Wundversorgung. „Die Karrieremöglichkeiten sind wirklich gut“, sagt Laister.

Sie selbst habe den Karrierewechsel übrigens nie bereut. „Mir gefällt es hier und ich möchte bis zu meiner Pensionierung hier arbeiten“, sagt Laister.

Der Bereich der Hauskrankenpflege gewinnt immer mehr an Bedeutung: Das Hilfswerk NÖ sucht diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten, Heimhelfer/innen. Auf sie warten eine Tätigkeit in der Wohnumgebung, die Zusammenarbeit in einem professionellen Pflegeteam, flexible Arbeitszeitmodelle und vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten.

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