Sommerreifen 2022: Elfmal „sehr empfehlenswert“

Erstellt am 02. Mai 2022 | 11:07
Lesezeit: 5 Min
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Foto: GVLR
Der ÖAMTC hat 34 Sommerreifenmodelle in zwei Dimensionen (185/65 R15 und 215/60 R16) hinsichtlich ihrer Fahr- und Si- cherheitseigenschaften sowie unter Komfort-, Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekten getestet.

„Wir haben heuer eine breite Auswahl guter Sommerreifen – elf ‚sehr empfehlenswert‘, 22 ‚empfehlenswert‘ und nur ein ‚bedingt empfehlenswert‘“, lautet das Fazit von Reifenexperte Steffan Kerbl.

Die 16 Reifen der Dimension 185/65 R15 sind überwiegend bei Kleinwagen im Einsatz. „Einen bemerkenswerten Spagat schafft der Goodyear EfficientGrip Performance 2: Er erreicht sowohl gute Werte im Trockenen als auch im Nassen und erzielt trotzdem einen Bestwert beim Verschleiß“, zeigt sich Steffan Kerbl beeindruckt. „Bisher galt: Für gute Fahr- und Bremseigenschaften musste die Gummimischung eher weich sein und das bewirkte in der Regel schlechtere Verschleißeigenschaften und umgekehrt.“

So erzielen beispielsweise der Continental EcoContact 6 und der Fulda EcoControl HP 2 sehr gute Verschleißwerte, die aber mit mittelmäßigen Noten bei Nässe einhergehen. Dafür punktet der Continental mit einem Bestwert beim Kraftstoffverbrauch, beide sind „empfehlenswert“. „Sehr empfehlenswert“ sind in dieser Dimension neben dem Goodyear auch der Bridgestone Turanza T005, der Michelin Primacy 4, der Pirelli Cinturato P1 Verde, der Dunlop Sport BluResponse sowie der Giti GitiSynergy H2.

Die Dimension 215/60 R16 wird häufig in der Kompaktund Mittelklasse verbaut und ist auch eine beliebte Größe bei Kompakt-SUVs. Gute Allrounder und damit „sehr empfehlenswert“ sind neben dem Michelin Primacy 4 der Continental Premium Contact 6, der Bridgestone Turanza T005, der Dunlop Sport BluResponse sowie der Toyo Tires Proxes comfort. Sehr gute Einzelwerte

beim Verschleiß zeigten außerdem der Debica Presto HP2, der Hankook Ventus Prime 3 K125, der Kumho Ecowing ES31 und der Sava Intensa hp 2 – allerdings jeweils mit dem Nachteil eines mittelmäßigen Nässeverhaltens. „Ein Reifen schnitt im Test nur ‚bedingt empfehlenswerten‘ ab – der Kormoran Road Performance. Zwar zeigte dieser einen Bestwert in Sachen Kraftstoffverbrauch, aber dafür deutliche Schwächen bei den Fahreigenschaften, insbesondere auf nassem Untergrund“, weiß der ÖAMTC-Profi Steffan Kerbl über den Ausreißer nach unten.

Häufige Frage im Frühjahr: Alte Winterreifen „zu Ende“ fahren? Fällt ein Winterreifen unter die gesetzlich vorgeschriebene Reifenprofiltiefe von vier Millimetern kann man ihn weiterhin als „Sommerreifen“ einsetzen (Mindestprofiltiefe dann: 1,6 Millimeter). Aber ist das empfehlenswert? Der Techniker des Mobilitätsclubs dazu: „Wenn ein Reifen noch drei bis vier Millimeter Profiltiefe hat, keine Risse auf aufweist und nicht steinhart ist, wäre es eine Verschwendung, ihn sofort zu entsorgen. Wer sich auf die eingeschränkten Fahreigenschaften einstellen kann, kann so einen Reifen ruhig noch bis ins Frühjahr hinein weiterfahren und erst wechseln, bevor es

richtig warm wird. Dann entgeht man auch dem üblichen Reifenwechselansturm im Frühling“, meint Steffan Kerbl. „Mit zunehmend sommerlichen Temperaturen nehmen die Nachteile des Winterreifens zu, Fahrverhalten und Bremswerte sind dann deutlich schlechter als beim Sommerreifen“. Die gesetzliche situative Winterausrüstungspflicht endet am 15. April, eine Pflicht für Sommerreifen gibt es nicht.

Der ÖAMTC hat 34 Sommerreifenmodelle in zwei Dimensionen (185/65 R15 und 215/60 R16) hinsichtlich ihrer Fahr- und Si- cherheitseigenschaften sowie unter Komfort-, Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekten getestet.

„Wir haben heuer eine breite Auswahl guter Sommerreifen – elf ‚sehr empfehlenswert‘, 22 ‚empfehlenswert‘ und nur ein ‚bedingt empfehlenswert‘“, lautet das Fazit von Reifenexperte Steffan Kerbl.

Die 16 Reifen der Dimension 185/65 R15 sind überwiegend bei Kleinwagen im Einsatz. „Einen bemerkenswerten Spagat schafft der Goodyear EfficientGrip Performance 2: Er erreicht

sowohl gute Werte im Trockenen als auch im Nassen und erzielt trotzdem einen Bestwert beim Verschleiß“, zeigt sich Steffan Kerbl beeindruckt. „Bisher galt: Für gute Fahr- und Bremseigenschaften musste die Gummimischung eher weich sein und das bewirkte in der Regel schlechtere Verschleißeigenschaften und umgekehrt.“

So erzielen beispielsweise der Continental EcoContact 6 und der Fulda EcoControl HP 2 sehr

gute Verschleißwerte, die aber mit mittelmäßigen Noten bei Nässe einhergehen. Dafür punktet der Continental mit einem Bestwert beim Kraftstoffverbrauch, beide sind „empfehlenswert“. „Sehr empfehlenswert“ sind in dieser Dimension neben dem Goodyear auch der Bridgestone Turanza T005, der Michelin Primacy 4, der Pirelli Cinturato P1 Verde, der Dunlop Sport BluResponse sowie der Giti GitiSynergy H2.

Die Dimension 215/60 R16 wird häufig in der Kompaktund Mittelklasse verbaut und ist auch eine beliebte Größe bei Kompakt-SUVs. Gute Allrounder und damit „sehr empfehlenswert“ sind neben dem Michelin Primacy 4 der Continental Premium Contact 6, der Bridgestone Turanza T005, der Dunlop Sport BluResponse sowie der Toyo Tires Proxes comfort. Sehr gute Einzelwerte

beim Verschleiß zeigten außerdem der Debica Presto HP2, der Hankook Ventus Prime 3 K125, der Kumho Ecowing ES31 und der Sava Intensa hp 2 – allerdings jeweils mit dem Nachteil eines mittelmäßigen Nässeverhaltens. „Ein Reifen schnitt im

Test nur ‚bedingt empfehlenswerten‘ ab – der Kormoran Road Performance. Zwar zeigte dieser einen Bestwert in Sachen Kraftstoffverbrauch, aber dafür deutliche Schwächen bei den Fahreigenschaften, insbesondere auf nassem Untergrund“, weiß der ÖAMTC-Profi Steffan Kerbl über den Ausreißer nach unten.

Häufige Frage im Frühjahr: Alte Winterreifen „zu Ende“ fahren? Fällt ein Winterreifen unter die gesetzlich vorgeschriebene Reifenprofiltiefe von vier Millimetern kann man ihn weiterhin als „Sommerreifen“ einsetzen (Mindestprofiltiefe dann: 1,6 Millimeter). Aber ist das empfehlenswert? Der Techniker des Mobilitätsclubs dazu: „Wenn ein Reifen noch drei bis vier Millimeter Profiltiefe hat, keine Risse auf aufweist und nicht steinhart ist, wäre es eine Verschwendung, ihn sofort zu entsorgen. Wer sich auf die eingeschränkten Fahreigenschaften einstellen kann, kann so einen Reifen ruhig noch bis ins Frühjahr hinein weiterfahren und erst wechseln, bevor es

richtig warm wird. Dann entgeht man auch dem üblichen Reifenwechselansturm im Frühling“, meint Steffan Kerbl. „Mit zunehmend sommerlichen Temperaturen nehmen die Nachteile des Winterreifens zu, Fahrverhalten und Bremswerte sind dann deutlich schlechter als beim Sommerreifen“. Die gesetzliche situative Winterausrüstungspflicht endet am 15. April, eine Pflicht für Sommerreifen gibt es nicht.

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Foto: zVg