Karolina Okumbor: Dolmetscher in der Familie. Beim Hilfswerk gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter. Dafür ist Karolina Okumbor zuständig, die erst kürzlich zur leitenden Pflegefachkraft aufgestiegen ist.

Erstellt am 26. November 2018 (01:00) – Anzeige
Karin Pollak
Karoline Okumbor kann sich keine andere Tätigkeit als beim Gmünder Hilfswerk vorstellen. Dass sie ihren Beruf lebt und liebt, strahlt sie auch aus.

Seit 1. September ist die Diplomschwester Karolina Okumbor leitende Pflegefachkraft beim Hilfswerk in Gmünd. Für die gebürtige Slowakin, die 1992 nach Österreich gekommen ist, ist das der Job, den sie niemals eintauschen würde.

Karolina Okumbor, die mit einem Nigerianer verheiratet ist und in Gmünd wohnt, ist in dieser Funktion für die sechs bestehenden Hilfswerk-Teams zuständig. Jeweils zwei Teams betreuen in Gmünd und in Schrems die Klienten und jeweils ein Team ist in Gmünd-Land und in Litschau dafür tätig. „Ich mache all das, was die Teamleiterinnen nicht bewältigen können, und organisiere die Planung der Fort- und Weiterbildung unserer 75 Mitarbeiter“, erklärt Okumbor ihr Aufgabenspektrum.

Die Arbeit beim Hilfswerk sei ihr Traumjob, der sich nach der Suche in verschiedenen Sparten erst ergeben hätte. „Wo sonst sieht man den Erfolg seiner Arbeit so genau. Bei den von uns betreuten Kunden werden die Wunden kleiner oder die Mobilisation besser. Nirgendwo anders gibt es so viele Danksagungen“, ist Okumbor überzeugt. Man müsse natürlich den Zugang zum Menschen finden: „Dafür sind wir ja geschult. Dann ist das Verhältnis meist herzlich. Wir fungieren auch sehr oft als Dolmetscher zwischen den Kunden und den Angehörigen, weil ja unsere emotionale Bindung nicht so nahe ist und wir nicht vorbelastet sind.“

Dass auch Trauer in ihrer Arbeit vorkommt, ist klar. „Es sind ja Freunde, die sterben. Da hat man den Anspruch, um diese zu trauern“, ist die Diplomschwester, die im heurigen Februar zu Hilfe und Pflege daheim Gmünd gewechselt hat, überzeugt.

Das Hilfswerk bietet den Mitarbeitern nicht nur zahlreiche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sondern auch Angebote, die über das Berufliche hin ausgehen. Es wird auch auf die familiäre Situation Rücksicht genommen. „Eine Alleinerzieherin kann ja nicht vor dem täglichen Schulbeginn ihrer Kinder zur Arbeit kommen“, gibt Okumbor ein Beispiel.

Gesucht werden beim Gmünder Hilfswerk immer neue Pflegehelfer, Heimhelfer oder diplomierte Fachkräfte. Sie leisten Gesellschaft, unterstützen beim Haushalt, bei Arztbesuchen, bei der Freizeitgestaltung, bei der Körperpflege und dann natürlich auch bei der Pflege von kranken älteren Menschen. Immer mehr wird auch die vom Hilfswerk angebotene Demenzberatung in Anspruch genommen.

Auf die Frage, ab wann eigentlich eine Hilfe durch einen mobilen Pflegedienst in Erwägung gezogen werden sollte, hat Okumbor einen Tipp: „In dem Moment, wo man selbst etwas nicht mehr bewältigen kann.“

Hilfe und Pflege daheim Gmünd

Conrathstraße 38, 3950 Gmünd, Tel. 02852/53259, pflege.gmuend@noe.hilfswerk.at

Hilfe und Pflege daheim Weitra

Kirchenplatz 117, 3970 Weitra, Tel. 02856/3600, pflege.weitra@noe.hilfswerk.at