Der neue Mazda CX 60 bei Vock & Seiter

Erstellt am 23. September 2022 | 07:33
Lesezeit: 3 Min
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Der neue CX-60 (Bild) ist 4.745 Millimeter lang und verfügt über ein Kofferraumvolumen von 570 bis 1.726 Liter. Nächstes Jahr folgt der CX-80, ein Siebensitzer.
 
Foto: Mazda
CX-60: Jetzt hat auch Mazda seinen ersten Plug-in-Hybriden, der gleich das Flaggschiff ist!

Es ist vielleicht eine riskante Strategie. Denn just wenige Monate, bevor im wichtigsten europäischen Pkw-Markt (Deutschland) die Förderung für Plug-in-Modelle mit Jahresende auslaufen wird, rückt Mazda seinen ersten Kabel-Hybriden heraus.

Der nicht nur als ziemlich großer Crossover namens CX-60 mit Technik, Ausstattung und Design überzeugt, sondern auch gleich zum hiesigen Flaggschiff der Japaner ernannt wird.

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Foto: Mazda

Ab sofort ist der stärkste Mazda im europäischen Portfolio (327 PS Systemleistung, 500 Newtonmeter Drehmoment) im Handel. Dem CX-60 PHEV (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) muss übrigens ein ausgezeichneter Ruf vorausgeeilt sein, denn Mazda-Austria-Geschäftsführer Heimo Egger betont: „Wir haben 435 Bestellungen, die ohne eine Testfahrt erfolgten.“ Für 2023 sind 1.300 Exemplare in Österreich geplant.

Der CX-60 PHEV steht auf der neuen, großen Plattform und bietet selbstverständlich Allradantrieb. Für den effizienten Antrieb sorgen ein 2,5-Liter-Vierzylinderbenziner (mit Skyactiv-Technologie, 191 PS) und ein 175 PS starker Elektromotor (samt 17,8 kWh-Lithium-Ionen-Batterie).

Die Höchstgeschwindigkeit ist begrenzt, auf 200 km/h, der Sprint auf Tempo 100 aus dem Stand gelingt in 5,8 Sekunden. 63 Kilometer sind nach WLTP elektrisch möglich (mit maximal 140 km/h).

An einer 11-kW-Wallbox dauert die Vollladung mit 7,2 kW rund zweieinhalb Stunden. Die WLTP-Werkangabe für den Kraftstoffverbrauch beträgt 1,5 Liter pro 100 Kilometer (33 Gramm CO2 pro Kilometer).

Die Hochvoltbatterie ist mittig zwischen Vorder- und Hinterachse platziert und sorgt für einen sehr tiefen Schwerpunkt. Der CX-60 PHEV bekam ein neues achtgängiges Automatikgetriebe mit Mehrscheibeneingangskupplung. Der Elektromotor ist in das Getriebe integriert und wirkt direkt auf die Eingangswelle. Interessant ist das Angebot an Fahrmodi, denn neben Normal, Sport, Offroad und EV gibt es auch einen eigenen Zugmodus (Towing).

Auch bei Assistenten und Komfort hat der große Japaner Neues im Angebot: Zum Beispiel die kamerabasierte Personalisierung durch Gesichtserkennung, worauf die idealen Sitz-, Spiegel-, Lenkrad- und andere Einstellungen gefunden werden.

Der 360-Grad-Monitor der nächsten Generation verbessert das Sichtfeld besonders bei niedrigem Tempo. Bergabfahrassistent, adaptiver Tempomat (kombiniert mit Verkehrszeichenerkennung) und Stauassistent wurden erweitert.

Stolz sind die Japaner natürlich auf ihr Kodo-Design, das Robustheit und dank langer Front und kurzem Heck einen dynamischen Eindruck vermittelt. In der neu gestalteten Front sind die Scheinwerfer vertikal mit L-förmiger Signatur angeordnet.

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Foto: Mazda

Innen wird das Streben Mazdas ins Premiumsegment besonders deutlich: Ahornholz, Nappaleder, hochwertig gewebte Textilien, detailreiche Nähte und Chromakzente sorgen für ein ästhetisches Ambiente. Das Cockpit besteht aus drei Hauptelementen: 12,3-Zoll-TFT-Farbdisplay, Head-up-Display, 12,3-Zoll-Display für Mazda Connect.

Weil Mazda im Gegensatz zur europäischen Politik nicht auf einen Alleinstellungsantrieb (elektrisch) setzt, sondern den Kunden weiter Wahlmöglichkeit bieten will, gibt es überraschende Neuigkeiten.

Denn 2023 kommen für den CX-60 gleich zwei neue (Reihen-)Sechszylinder auf den Markt – ein 3,3-Liter-Diesel und ein 3,0-Liter-Benziner. Beide ebenfalls mit Skyactiv-Technologie. Beide werden zudem von einem 48-Volt-Mildhybridsystem unterstützt und kommen auch mit der neuen Acht-Gang-Automatik.