Wasserkraft in Altenwörth: Strom aus dem Strome

Erstellt am 16. März 2022 | 05:23
Lesezeit: 2 Min
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Dieses historische Baustellenbild zeigt die gewaltige Dimension des Bauwerks. Bereits zu erkennen sind das Krafthaus sowie die beiden Schleusen mit einer Länge von 230 m und 24 m Breite.
Foto: Foto VERBUND
Nahe einer kleinen Ortschaft der heutigen Marktgemeinde Kirchberg entstand bereits vor 50 Jahren das leistungsstärkste Kraftwerk an der Donau.
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Foto: NOEN

In den Jahren 1973 bis 1976 errichtete der VERBUND rund 20 Kilometer unterhalb von Krems die Kraftwerksanlage Altenwörth. Im Krafthaus auf der rechten Seite der Donau sind neun Kaplan-Rohrturbinen untergebracht.

Jährlich wird im leistungsstärksten Donaukraftwerk Strom für 560.000 Haushalte erzeugt. Das sind im Regeljahr 1.967,6 GWh (Gigawattstunden). Hier wird rund ein Sechstel des an der österreichischen Donau gewonnen Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft erzeugt.

Das entspricht immerhin 80 Prozent des Stromverbrauchs aller niederöstereichischen Haushalte. Pro Sekunde schießen 300 m³ Donauwasser durch die Turbinen, deren Laufräder sechs Meter Durchmesser aufweisen.

Der Bau des Kraftwerks erfolgte in Niedrigbauweise, das Kraftwerk wurde im Bereich des Weingartl-Wassers errichtet. Teile des Weingartl-Wassers wurden im Zuge der Bauarbeiten zur „Traisen II“.

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Die stärksten Maschinen an der Donau arbeiten im Kraftwerk Altenwörth.
Foto: Verbund

Für den Kraftwerksbau musste die Traisen umgeleitet werden, sie erhielt ein komplett neues Bett. Mittlerweile hat sich die Au die neue Traisen zurückgeholt. Nur Fotos aus der Bauzeit erinnern daran, dass auch dieser Teil der Tullner Landschaft vom Menschen entworfen wurde.

Im Zuge der Kraftwerkserrichtung wurde die Traisen verlängert und mündet seitdem unterhalb des Kraftwerks in die Donau.

In den Jahren 2013 bis 2016 hat der VERBUND gemeinsam mit Partnern und Unterstützung aus Mitteln des EU-LIFE+ Programms die Traisenmündung renaturiert. Damit konnte eine junge und artenreiche Aulandschaft geschaffen werden, die so wesentlich zur Verbesserung der Artenvielfalt beiträgt.

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