Partystimmung & Schock-Moment bei Shutdown Festival in Zwentendorf

Aktualisiert am 09. August 2022 | 09:32
Lesezeit: 3 Min
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Poley Tight heizte schon früh die Stimmung auf der Hardcore Stage an.
Foto: Foto Lena Grolig
DJ brach Auftritt wegen Unwohlsein abrupt ab. Polizei-Bilanz: 33 Drogen-Lenker.
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Ganz ausgelassen blieb die Stimmung nicht. Einen Schock-Moment erlebten die Feiernden beim Shutdown Festival, als ein DJ von der Bühne zu den Sanitätern stürmte. Er musste seinen Auftritt wegen Unwohlsein und Bauchweh abrupt abbrechen. Laut Polizei gab der DJ an, zuvor von einem Besucher einen Becher Bier bekommen zu haben – erste Vermutungen, dass etwas ins Getränk gemischt worden sei, konnten weder überprüft noch bestätigt werden. Der Musiker wurde ins Hotel gebracht, wenig später konnte er selbstständig zum Festivalareal zurückkehren.

Die Veranstalter um Manuel Reifenauer berichten: „Wir hatten gleich nachgefragt, da ging es ihm wieder gut. War wohl nur ein kurzes Down nach einem langen Tag.“

Zuvor startete der Festivaltag ausgelassen. Trotz Staus auf den Zufahrtsstraßen fanden 15.000 Fans elektronischer Musik ihren Weg zur fünften Ausgabe des Shutdown Festivals am Gelände des AKW Zwentendorf. Viele davon waren Stammgäste, die schon 2017 mit von der Partie waren – nur 2020 musste das Festival wegen Corona pausieren.

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Betriebsausflug aufs alte AKW-Gelände: „Dem Einhorn ist schlecht - das hat wahrscheinlich zu viel getrunken“ kommentierten sie ausgelassen.
Foto: NOEN

Neu zur Jubiläumsausgabe war auch eine fünfte Bühne. So konnte diesmal zu 50 Acts getanzt und gefeiert werden. Dabei war dem Veranstalter das Wohlergehen des Publikums ein großes Anliegen: Neben den schon aus den Vorjahren bewährten Wasserausgabestellen gab es diesmal auch eine offizielle Ticketbörse. Dadurch konnte garantiert werden, dass die so gekauften Tickets auch wirklich gültig waren.

Der Eintritt stellte also kein Problem dar, die Abreise für manche aber schon: Die Landespolizeidirektion NÖ teilte am Dienstag mit, dass eine Schwerpunktaktion der Polizei im Nahbereich eines Festivals 34 Führerscheinabnahmen zur Folge hatte. 33 Lenker waren wegen Suchtmitteln fahruntüchtig. Insgesamt wurden laut Polizei 241 Alko-Vortests durchgeführt.

Neben den Führerscheinabnahmen wurden 16 Lenker wegen diverser Verwaltungsübertretungen angezeigt und 13 Organstrafverfügungen eingehoben. Wegen Verdachtes des Vergehens nach dem Suchtmittelgesetz erfolgte zudem eine Anzeige an die Staatsanwaltschaft St. Pölten. An der Schwerpunktaktion waren auch Mediziner aus dem Ärztepool NÖ beteiligt.

„Dieser Einsatz war ein Paradebeispiel betreffend die Zusammenarbeit für ein bezirksumspannendes Ziel und die Kooperation unterschiedlicher Organisationseinheiten innerhalb und außerhalb der LPD NÖ“, lobt der stellvertretende Bezirkspolizeikommandant Philipp Harold. Von polizeilicher Seite waren die Bereitschaftseinheit, die Landesverkehrsabteilung und Polizeikräfte des Bezirks Tulln eingesetzt. Harold dankt: „Volles Engagement zeigten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BH Tulln, Freiwillige Feuerwehren, Rettung, und Wasserrettung.“

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