Rundblick im Bezirk Tulln: K1 ist großes Problem

Innerhalb der Firmen kann und wird gut kontrolliert, man hält sich an Vorgaben.

Erstellt am 10. November 2021 | 04:49
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Foto: Africa Studio

Ab 1. November gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Die NÖN hörte sich in den Betrieben um:

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Harald Schinnerl sagt, dass in seiner Tullner Metallbaufirma „Stichproben gemacht werden“.
privat

„Bei uns sind 75 Prozent geimpft oder genesen“, erklärt Harald Schinnerl, Metallbau Schinnerl.

Vernünftige Kontrollen seien aber nicht möglich, denn „wir haben viele Monteure von Leihfirmen, rund 60 Mann auf Baustellen.“ Das Problem sind die Kontrollen der Leiharbeiter in der Hauptsaison auf Baustellen, „das Personal, das nicht ins Werk kommt, diese Kontrollen sind weit weg von der Realität.“

„Die Anpassung an neue Covid-Anforderungen wird hier bereits mit Beginn der Pandemie gelebt.“Josef Schuberth, Werksleiter der Agrana Bioraffinerie in Pischelsdorf

In der Hauptsaison sind rund 150 Leute im Einsatz. Im Werk selber werden Stichkontrollen gemacht und es wurde stark auf Information gesetzt. „Auf jeden Fall halten wir uns an die vom Gesetzgeber vorgeschrieben Kontrollen.“ Es gab auch positive Fälle, dabei ist K1 ein Problem, da fallen gleich mehrere Arbeiter weg.

Josef Schuberth, Werksleiter der Agrana Bioraffinerie in Pischelsdorf sagt dazu: „Die Anpassung an neue Covid-Anforderungen wird hier bereits mit Beginn der Pandemie gelebt. Bei einer ersten Stichprobenkontrolle Anfang November hatten nur vier von 130 kontrollierten Mitarbeitern keinen gültigen 3G-Nachweis. Dieser kann derzeit vor Ort sofort mittels Schnelltest nachgeholt werden. Für Agrana haben die Gesundheit der Mitarbeiter und die Produkt-Lieferfähigkeit oberste Priorität. Der Konzern setzt auf ein breites Corona-Maßnahmenbündel mit speziellen Sicherheitsmaßnahmen.

Darüber hinaus hat Agrana seit über einem Jahr in ganz Österreich ein eigenes Ampelsystem implementiert. Damit werden das Risiko für einen Cluster am jeweiligen Standort evaluiert und dementsprechend Verhaltensmaßnahmen vor Ort geregelt. Zusätzlich werden seitdem zweimal pro Woche betriebliche Tests angeboten. 3G war den Mitarbeitern der Agrana schon aufgrund dieser Maßnahmen bekannt.

Etwas einfacher ist die Situation in der Fass- und Bottichmanufaktur Benninger in Grafenwörth: „Wir beschäftigen gerade einen Lehrling, einen Gesellen und zwei Hilfskräfte. Wir sind in der glücklichen Situation, dass von diesen vier Arbeitern drei geimpft sind. Gott sei Dank sind wir bis jetzt auch von Corona verschont geblieben, wir hatten bisher keinen positiven Fall“, so Georg Benninger. Probleme sieht der Fassbindermeister allerdings bei der Kontrolle ungeimpfter Personen, da der bürokratische Aufwand für ein kleineres Unternehmen kaum machbar ist.

Auch in der Wolfpassinger Baumschule Medziti gestaltet sich die Umsetzung der Regelung einfach. Die beiden Brüder Erduan und Sead Medziti sowie deren sechs Mitarbeiter sind geimpft (50%) oder laut Antikörperbestimmung genesen (50%): „Masken haben wir sowieso, und da wir im Freien arbeiten minimiert sich ohnehin das Ansteckungsrisiko.“

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