Pfarre Königstetten feiert Jubiläum. Im Jahr 1370 ist die erste urkundliche Erwähnung der Pfarre Königstetten zu finden. Dieses Jubiläum wurde nun gefeiert.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 28. Juli 2020 (09:15)

Aufgrund von den Corona-Maßnahmen wurde die Feier anlässlich des 650- Jahr-Jubiläums der Pfarre Königstetten von Mai auf letzten Sonntag verschoben. Die Festmesse fand in einem kleinen Rahmen im schönen Pfarrgarten statt. Moderator Eusebiu Bulai, Pfarrer i.R. Franz Großhagauer und Diakon Peter Robitza zelebrierten gemeinsam den Festgottesdienst. Leo Schöfbeck informierte die Gläubigen in einem kurzweiligen Vortrag über die Geschichte der Pfarre: „In Königstetten gab es zunächst eine Barbara-Kapelle mit Kaplan. In Klosterneuburg existiert ein gut erhaltenes Dokument von einem Pfarrer Eberhart aus Königstetten vom 1. Mai 1370.“ Leo Schöfbeck und Moderator Eusebiu Bulai fotografierten diese Urkunde. Nun wurde sie gerahmt präsentiert. Dies ist der Beleg dafür, dass Königstetten seit mindestens 650 Jahre eine Pfarre hat.

Im 15. Jahrhundert verlegten die Bischöfe von Passau ihren Tullnerfelder Sitz von Zeiselmauer nach Königstetten. Eine stattliche Kirche sollte ihren Herrschaftsanspruch unterstreichen und für alle sichtbar machen. Ab 1415 wurde mit dem Neubau begonnen. Diese Kirche wurde dem Hl. Jakob geweiht.

Anlässlich dieses 650-Jahr-Jubiläums schenkte stellvertretend für die Gemeinde Bürgermeister Roland Nagl eine Barbara-Statue der Pfarre.

Für die musikalische Umrahmung der Heiligen Messe sorgte der Kirchenchor unter der Leitung von Anna Eder sowie die Kirchen-Combo. Während der Agape mit Wein oder Traubensaft und Nussbrot unterhielt die Blasmusik Königstetten.

Als Dank für ihr Engagement für die Pfarre erhielten Franz Großhagauer und Eusebiu Bulai ein Bild von Rudolf von Alt und Peter Robitza die erste urkundliche Erwähnung der Pfarre.

Anlässlich des Jubiläums wurde auch ein Flyer gestaltet, der in der Kirche aufliegt.