Erhard Mann: Musik bleibt Lebensmotto. Nach 42 Dienstjahren trat Erhard Mann, als Musikerzieher, Mitbegründer und 37 Jahre Fachkoordinator der Musikmittelschule Tulln, mit Ende des Schuljahres in den Ruhestand.

Von Christa Wallak. Erstellt am 25. Juli 2021 (04:25)
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Erhard Mann verabschiedete sich in den „Unruhestand“, viele Aktivitäten, Hobbys und seine vier Enkelkinder warten.
Gerhard Lechner, Gerhard Lechner

Aber von „Nie mehr Schule“ kann keine Rede sein. Beim Interview mit der NÖN macht der bekannte Pädagoge einen Blick in die Zukunft: „Als Obmann des Vereins zur Förderung der Musikmittelschulen, den ich 2017 gegründet habe, werde ich sicherlich bis 2023 zur Verfügung stehen, da feiern wir nämlich 50 Jahre Musikmittelschulen in Österreich und wir sind schon intensiv mit der Vorbereitungen beschäftigt. Auch die Musikmittelschule Tulln feiert im kommenden Schuljahr ihr 40-jähriges Jubiläum. Dazu werde ich im Oktober dieses Jahres mit einem Absolventenchor starten, der dann Ende April 2022 beim Festakt auftreten wird. Die Lehrerfortbildung werde ich auch noch pflegen. Es ist sehr erfüllend, die eigenen Erfahrungen weitergeben zu dürfen, sei es bei der Chorszene NÖ oder an der Pädagogischen Hochschule NÖ.“

Gesang, Orgel, Klavier und Kontrabass

Singen und Musizieren wird für den Leiter des Chors Mauritius, Sänger beim A-cappella-Chor Tulln, Organisten in Absdorf, langjährigen künstlerischen Leiter von Familiensingwochen in Niederösterreich und Vorstandsmitglied der Vokalakademie Niederösterreich weiterhin ganz wichtig sein. „Da gibt es viele schöne Projekte: ,Lovesongs‘ mit dem Chor Mauritius, ,Die Schöpfung‘ mit dem A-cappella-Chor Tulln und ,Mann singt‘ der Vokalakademie. Als Pianist gemeinsam mit meiner Tochter Kathrin Bogner, seit Corona nun auch der Kontrabass und vieles mehr“, skizziert Mann seine Pläne.

Komponieren, dichten und fotografieren

„Lebenskunst ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Thema für mich, mit dem ich mich in Form von Gedichten, Komposition und Fotografie auseinandersetze und auf Fragen, die das Leben stellt, nach Antworten suche“, zeigt Mann eine weitere kreative Seite. Unter dem Titel „foto.kunst“ stellte er im Juni seine Bilder erstmals in der Galerie Alte Ordination aus.

„Ich sehe mich als Fotoamateur seit beinahe 20 Jahren im wahrsten Sinne des Wortes, diese Leidenschaft hat sich in der Coronakrise noch weiter entwickelt, digitales Malen war das neue Thema. Die Fotografie als Festhalten und Sammeln von Eindrücken, Stimmungen und bezaubernden Details, die mich berührt und fasziniert haben“, beschreibt er dieses Hobby, das er nun mehr ausleben kann.

Trotz seiner vielen Interessen wird im neuen Lebensabschnitt auch für seine Familie mehr Zeit zur Verfügung stehen, ist der Jungpensionist zuversichtlich: „Da widme ich mich meinen vier bezaubernden Enkerln und mit meiner lieben Frau Eva dem Radfahren und dem Reisen.“