Vorsicht auf der Baustelle. „Sichern Sie sich ab!“. Schwerverkehr in Straße hatte Folgen für Einfamilienhaus. Eigentümer rät zu zeitgerechter Bausicherung.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 25. November 2019 (04:52)
Das Haus von Familie Buchinger in der Nordberggasse litt durch den Schwerverkehr auf derursprünglich nur4,25 Meter breiten Fahrbahn.
Peischl

Bis 2018 war das Einfamilienhaus von Familie Buchinger der letzte Bau in der als Sackgasse ausgeführten Nordberggasse. Doch dann wurde das Wohngebiet weiter erschlossen, es folgte eine Reihenhaussiedlung . „Nachdem eine Parzelle frei blieb, hatten wir keine Parteienstellung“, berichtet Wolfgang Buchinger. So kam es, dass in seinem Haus keine „Bausicherung“ (eine Bestandsaufnahme durch einen gerichtlich bestellten Sachverständigen, um Schadenersatzansprüche für mögliche Baustellenschäden abzusichern) durchgeführt wurde.

Das Haus von Familie Buchinger ist 24 Jahre alt. Die Risse sollen erst durch die Großbaustelle entstanden sein, mangels Bausicherung fehlt es an Beweisen.
NOEN

Zu Beginn der Bautätigkeiten war die Sackgasse nur 4,25 Meter breit. Zig Tonnen schwere Lastwagen fuhren bis knapp an den Zaun der Buchingers am Grundstück vorbei, erst im Lauf der Zeit wurde die Fahrbahn auf die vollen 8,5 Meter verbreitert.

Heute beklagt Familie Buchinger in der straßennahen Seite des Hauses Risse die sich durch die gesamte Vorderseite, vom Keller bis in die Mansarde, vor allem aber durch den gesamten Garagenbereich ziehen. „Ich will hier niemandem etwas vorwerfen“, betont Wolfgang Buchinger. Die Versicherung der Baumfirma habe zumindest einen Bruchteil des entstandenen Sachschadens abgegolten.

„Aber ich empfehle allen Haus- und Wohnungseigentümern, die in ihrer Umgebung eine größere Baustelle haben, auf der Durchführung einer Bausicherung zu bestehen, um Folgeschäden und etwaigen Rechtsstreitigkeiten vorzubeugen“, rät Buchinger.