Radfahrer atmen auf: Radweg-Sperre wird aufgehoben. An baufreien Wochenenden wird die Sperre des Radweges nun doch aufgehoben.

Von Günter Rapp. Erstellt am 04. Juni 2020 (04:15)
Der beliebte Radweg über den Donaualtarm und das Kraftwerk Altenwörth nach Zwentendorf kann an Wochenenden benutzt werden.
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 „Unsere gemeinsamen Anstrengungen wurden erhört“, freut sich Kirchbergs Bürgermeister Wolfgang Benedikt. Aufgrund des erfreulichen Baufortschritts teilte der Verbund vor wenigen Tagen mit, dass nach Absprache mit der Baufirma die notwendige Sperre des Radweges über den Altarm und die Verbindung zwischen Kirchberg und Zwentendorf an baufreien Wochenenden von Donnerstag 20 Uhr abends bis Montag 5 Uhr früh aufgehoben werden kann.

„Dem vorausgegangen waren massive Proteste von Gemeinde, Radfahrern und Naherholungssuchenden“, weiß Gemeindechef Benedikt. „Unser aller Wunsch, die Bausperre zumindest an Wochenenden aufzuheben, wurde nun erfüllt.“

Zum Bau der Fischwanderhilfe wurde die Radwegverbindung zwischen Wagram- und Donau-Radweg – zwischen Altenwörth über das Kraftwerk zum Donausüdufer – bereits vor Monaten gesperrt. Diese Sperre soll bis Ende 2021 dauern. Umleitungen für die Radfahrer über die Donaubrücken bei Traismauer oder Tulln werden vorgeschlagen.

Bisher gab’s Probleme mit der Information

„Das ist ein Hohn, im speziellen, da man erst vor Ort in Altenwörth von der Sperre erfuhr“, ärgert sich der Kirchberger Otto Koschier. Er führt die Route von Kirchberg nach Zwentendorf zur Bärndorferhütte, einem beliebten Radlertreff, an. „Das sind hin und retour 26 Kilometer, über die Umleitungsstrecke zusätzlich 54 Kilometer.“

Die Sperre des Radweges am linken Donauufer bleibt jedoch auch am Wochenende aufrecht. „Wir werden in Zusammenarbeit mit der Baufirma die Beschilderung des Radweges entsprechend anpassen“, so Verbund-Pressesprecher Florian Seidl gegenüber der NÖN.

Und Seidl weiter: „Der gesamte Radweg parallel zum Begleitgerinne wird für Baustellenverkehr genutzt. Das entlastet die Baustraße in der Au und beschleunigt den Transport von Aushubmaterial, Raubäumen und erforderlichen Maschinen.“ Insgesamt werden im Rahmen des groß angelegten Projektes 580.000 Kubikmeter Sand und Schotter bewegt. Daher kann der Radweg am linken Donauufer nicht freigegeben werden.

Der Verbund zeigt Verständnis für die Geduldsprobe, die der Bau an die Anrainer stellt. Die großflächigen und umfangreichen Bauarbeiten benötigen ungestörten Schwerlastverkehr auf der Baustelle. Querender Radverkehr oder Spaziergänger bedeuten dabei ein Sicherheitsrisiko, das so weit wie möglich entschärft werden muss. Die Beschilderung der Radwegsperre wurde von der Baufirma beiderseits der Donau angebracht und ist mit der NÖ Radwegekoordination abgestimmt.