Phase der Hochkonjunktur ist im Abklingen. Die Phase der Hochkonjunktur ist im Abklingen. Noch ist laut Arbeitsmarktservice die Arbeitslosigkeit rückläufig.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 11. August 2019 (04:27)
APA/Herbert Pfarrhofer; Markus Sibrawa (Porträt)
Das Arbeitsmarktservice- Angebot zu nutzen ist, wenn die Wirtschaft schwächelt, besonders wichtig.

Das Wirtschaftswachstum kühlt nach einer langen Phase der Hochkonjunktur ab. Noch sieht es auf dem NÖ Arbeitsmarkt relativ günstig aus: Der Beschäftigungsanstieg hält an, der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr nach wie vor vorhanden, verlangsamt sich jedoch.

„Die Vermittlungsaktivitäten des AMS sind vor allem in Zeiten schwächeren Wirtschaftswachstums von großer Wichtigkeit. So konnte das AMS im ersten Halbjahr in NÖ arbeitsuchende Frauen und Männer mit knapp 359.000 Vermittlungsvorschlägen um 21.000 mehr als im Vorjahr unterstützen. Alleine im Bezirk Tulln konnten wir 22.643 Beschäftigungsangebote machen“, berichtet AMS-Geschäftsstellenleiter Hans Schultheis.

„Die Vermittlungsaktivitäten des AMS sind vor allem in Zeiten schwächeren Wirtschaftswachstums von großer Wichtigkeit"

Im Bezirk Tulln waren Ende Juli 2.331 Personen arbeitssuchend gemeldet. Das ist ein Minus von 63 Personen oder 2,6 % gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. In Summe sind Ende Juli 2.697 Personen entweder arbeitslos vorgemerkt oder besuchen Kurse mit AMS-Unterstützung, das sind um fünf Personen weniger als im Vorjahr (0,2 %).

Männer profitieren von der aktuellen Arbeitsmarktentwicklung nach wie vor mehr (-51 oder -4,2 %) als Frauen (-12/ -1,0 %), Jugendliche (-46 oder -17,0 %) stärker als Ältere (+/-0 %). Bei Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft erhöhte sich die Arbeitslosigkeit (35/ -7,7 %), bei Inländern ist sie deutlich gesunken (-98/ -5,0 %).

Bei Personen mit gesundheitlichen Vermittlungseinschränkungen stieg die Arbeitslosigkeit wie schon in den Vormonaten (+44/ +6,4%). Am Lehrstellenmarkt verzeichnet man 78 Lehrstellensuchende (+4/ +5,4 %) und 47 freie Lehrstellen (+6/ +14,6 %).