Ehefrau in Tulln erstochen: 36-Jähriger vor Gericht. Der Beschuldigte zeigt sich beim Prozess in St. Pölten geständig.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 04. Juni 2019 (21:30)
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Nach einer Bluttat mit einer Toten im Jänner in Tulln muss sich ein 36-Jähriger am Mittwoch in St. Pölten wegen Mordes vor einem Geschworenengericht verantworten.

Dem mazedonischen Staatsbürger wird vorgeworfen, mehrmals mit einem 21 Zentimeter langen Dolch auf seine Ehefrau eingestochen zu haben. Er wird laut Verteidiger Wolfgang Blaschitz bei seinem nach der Tat abgelegten Geständnis bleiben.

Der Anklageschrift zufolge wurde der Beschuldigte - er ist einschlägig vorbestraft - gegenüber der Frau wiederholt handgreiflich. Anfang des Jahres brach die 32-Jährige den Kontakt zu ihrem Mann schließlich ab.

Am 21. Jänner soll der Beschuldigte seiner Partnerin auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes aufgelauert haben. Als die Frau auftauchte, kam es zu einer Diskussion. Anschließend soll der Verdächtige dem Opfer 14 "äußerst heftige Stiche" verpasst haben, wie es in der Anklageschrift heißt. Die 32-Jährige starb an Ort und Stelle, der Beschuldigte ließ sich widerstandslos festnehmen.

Ihm droht im Fall einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von zehn bis zu 20 Jahren oder lebenslang.