Tullner AMS zieht positive Jahresbilanz für 2021

Arbeitslosigkeit im Bezirk Tulln ist fast wieder auf dem Niveau von 2019, an der Langzeitarbeitslosigkeit wird noch gearbeitet.

Erstellt am 09. Januar 2022 | 06:04
Lesezeit: 2 Min
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AMS-Tulln-Geschäftsführer Hans Schultheis.
Foto: AMS

Auch das zweite Jahr der Corona-Pandemie stellte Arbeitsuchende, Betriebe und damit auch das Arbeitsmarktservice vor große Herausforderungen.

Das AMS Tulln als Drehangel zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitgebern im Bezirk weist dennoch eine großteils positive Bilanz auf: Im Jahresdurchschnitt lag die Arbeitslosigkeit 2021 nur sehr knapp über dem Vorkrisenjahr 2019. Die Zahl der unselbstständig Beschäftigten im Bezirk ist gegenüber 2020 und auch 2019 deutlich gestiegen.

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„Jeder Kunde soll nach Möglichkeit ein passendes Angebot bekommen.“Hans Schultheis, Geschäftsführer des AMS-Tulln

„Die Arbeitskräftenachfrage ab dem Frühjahr nutzten unsere Berater intensiv für Vermittlungsaktivitäten. Bis Ende 2021 wurden 4.300 Jobsuchende wieder im Erwerbsleben integriert und 3.400 freie Stellen und Lehrstellen in den Unternehmen besetzt“, so der Geschäftsführer des AMS-Tulln, Hans Schultheis.

Im Mittelpunkt der AMS-Aktivitäten stehen die starke Arbeitskräftenachfrage und der Kampf gegen Langzeitarbeitslosigkeit. Hans Schultheis: „Jeder Kunde soll nach Möglichkeit ein passendes Angebot bekommen. Wir hatten 2021 insgesamt 47.400 Vermittlungsvorschläge gemacht, um 14 Prozent mehr als 2020 und um 6,1 Prozent mehr als 2019.“

Auch Aktivitäten zur Unterstützung langzeitarbeitsloser Frauen und Männer bei der Jobsuche zeigten erste Erfolge. Im Jahresdurchschnitt waren im Bezirk Tulln 572 Personen (davon 230 Frauen) bereits ein Jahr und länger ohne Job. Das sind um über 30 Prozent mehr als im Jahr 2020, und sogar um 69 Prozent mehr als 2019.

Seit März konnte das AMS dennoch die Zahl der Personen, die bereits ein Jahr und länger auf Jobsuche sind, kontinuierlich verringern: vom Höchststand Ende März 2021 mit 670 bis auf unter 400 zum Ende des Jahres.

„Prognostiziert wird ein Wirtschaftswachstum von 3,8 Prozent. Wir rechnen mit anhaltender Arbeitskräftenachfrage seitens der Wirtschaft und damit wird die Arbeitslosigkeit auch im kommenden Jahr sinken“, meint Schultheis. Diese Einschätzung hält laut dem Chef des AMS-Tulln allerdings nur, solange es keine weiteren starken Einschränkungen gibt, die sich dämpfend auf die Wirtschaft auswirken.