Antwort der Ministerin. Zur Causa VS Atzenbrugg-Heiligeneich: Heinisch-Hosek stellt klar, dass Erstkommunionsvorbereitung im Unterricht nicht der Verfassung entspricht.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 30. Juli 2014 (08:24)
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Ins Visier der „Initiative Religion ist Privatsache“ geriet die örtliche Volksschule. Wie die NÖN berichtete, wurde es Ende 2013 untersagt, Kirchenlieder im Musikunterricht einzustudieren. Anfang 2014 wurde dieses von den Eltern einer konfessionslosen Schülerin angestrebte Verbot von Landeschulratspräsident Helmut Helm aufgehoben.

Die Causa zog weitere Kreise und landete in Form einer von den Grünen eingebrachten Anfrage betreffend „fortdauernden Missständen im Bereich des NÖ-Landesschulrates“ bei Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Parlament.

Zwischen Religionsunterricht und Gesamtunterricht unterscheiden

Die Antwort der Ministerin: Das Singen religiöser Lieder im normalen Unterricht ist in einem bescheidenen Rahmen zulässig, darf aber nicht ausschließlich zur Vorbereitung der Erstkommunion erfolgen. Auf den konkreten Fall ging Heinisch-Hosek nicht ein. Festzuhalten sei aber, dass zwischen Religionsunterricht und Gesamtunterricht in der Volksschule zu unterschieden sei. „Das Singen von religiösen Liedern ist zulässig, solange dies lediglich einen bescheidenen Raum im Unterricht einnimmt.“

„Nicht zulässig“ sei aber „das Singen bzw. Üben religiöser Lieder im Gesamtunterricht ausschließlich zur Vorbereitung einer außerschulischen religiösen Feier.“ Zudem wird der Landesschulratsspitze vorgeworfen, sich zu keinem Zeitpunkt um eine aufklärende Stellungnahme beim Ministerium bemüht zu haben. Beim Landesschulrat hatte man aber immer darauf verwiesen, dass sehr wohl eine Stellungnahme des Ministeriums eingeholt wurde.

Volksschuldirektorin Doris Jaksch und Bezirksschulinspektorin Eva Roßkopf wollten aufgrund der Zeitknappheit keine Stellungnahmen abgeben. Helm befindet sich derzeit auf Urlaub.