Nach Kahlschlag: Aufforstung ist fix. Eine öffentlich zugängliche Besichtigungstour zeigte interessierten Bürgern das wahre Ausmaß des Eschensterbens.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 15. September 2017 (05:05)
NOEN, Firmkranz
Tief bewegt vom Ausmaß des Eschentriebsterbens zeigten sich die Teilnehmer der Führung durch die von den Schlägerungen betroffenen Gebieten.

An zwei Terminen führten der externe Baumsachverständige Rainer Prosenz, assistiert von Bauhofleiter Florian Pauser, durch den Bereich westlich der Garten Tulln. Hier war durch den hohen Anteil an Eschen der Kahlschlag besonders verheerend ausgefallen.

Prosenz erläuterte anhand konkreter Beispiele, welche Symptome sich am stehenden und am gefällten Baum zeigen, was sie bewirken und warum das Eschentriebsterben eine handfeste Gefahr darstellt. Prosenz: „Es ist wirklich nur an der Wurzel zu erkennen, ob der Baum bald umfallen wird.“ Und das könne von den ersten Anzeichen an dramatisch schnell passieren.

Wiederaufforstung mit heimischen Baumarten ist fix

Eines konnte Prosenz auf jeden Fall klar stellen: „Weder will sich die Garten Tulln auf dem Areal vergrößern, noch die Stadtgemeinde hier Wohnungen bauen oder einen Sportplatz errichten.“ Fix sei hingegen die Wiederaufforstung mit heimischen Baumarten. Dies bestätigte auch der Stadtrat für Bau, Agrar, Grundangelegenheit, Umwelt und Personal Johann Mayerhofer als Vertreter der Stadt.

Meterhoch türmen sich indes die Überreste der gefällten Eschen am Straßenrand. Der Preisverfall durch das plötzliche Überangebot an Eschenholz erschwert eine einträgliche Verwertung. „Ein Salzburger Unternehmen nimmt einen Teil und erzeugt daraus Spanplatten, der Rest wird wohl in Pelletsöfen enden“, so Florian Pauser, der hofft, dass die Aufräumarbeiten bis zum Winter abgeschlossen sein werden.