Universitätsstadt Tulln wächst weiter. Gesundheits- und Krankenpflegeschule wird ausgebaut. Privatuni und Heilstättenklassen der Uniklinik ziehen ein.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 21. Oktober 2020 (04:18)
Beim Spatenstich: Paulus Hochgatterer (Abteilungsvorstand Kinder und Jugendpsychiatrie), Rudolf Mallinger (Rektor der Karl Landsteiner Privatuniversität), Bürgermeister Peter Eisenschenk, Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Pflegedirektorin Eva Kainz, Direktorin Rosa Dolezal (Gesundheits- und Krankenpflegeschule), Konrad Kogler, Peter Lechner (ärztlicher Leiter des Universitätsklinikums Tulln) sowie Josef Bichler und Franz Laback (von der BD6).
Peischl

Im Laufe der nächsten Monate werden die Räumlichkeiten der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Tulln um rund 1,6 Millionen Euro modernisiert und erweitert.

Nach der Fertigstellung (geplant für Herbst 2021) werden im zweistöckigen Zubau sowohl zwölf Klassenräume für den theoretischen Kleingruppenunterricht der Karl Landsteiner Privatuniversität (für rund 150 Studenten pro Jahr) als auch vier Klassenräume für die Heilstättenklassen des Universitätsklinikums Tulln zur Verfügung stehen. Die Klassenzimmer für bis zu 66 Schüler der Krankenpflegeschule werden ebenfalls modernisiert.

„Der Spatenstich ist ein schönes Signal: Hier wird investiert, nicht resigniert!“ Stephan Pernkopf, Landeshauptfrau- Stellvertreter

„Es ist über zehn Jahre her, dass wir hier Bautätigkeit hatten und ein Spatenstich gehört einfach dazu“, begrüßte Andreas Mikl, kaufmännischer Direktor des Uniklinikums Tulln zum Festakt. Er nützte die Gelegenheit, um allen Mitarbeitern zu danken, „die sich in diesen herausfordernden Zeiten im Gesundheitsbereich täglich bemühen, Menschenleben zu retten“. Rektor Rudolf Mallinger zeigte sich erfreut, „dass hier bauliche Maßnahmen gesetzt werden, die auch der Karl Landsteiner Privatuniversität zugutekommen. Begonnen habe man 2016 mit 28 Studierenden, mittlerweile seien es bereits 100.

„Unser großer Dank gilt dem Land Niederösterreich. Diese wichtigen Investitionen in die Bildung kommen direkt den Studierenden, Schülerinnen und Schülern der Krankenpflegeschule und der Heilstättenklassen sowie den Unterrichtenden zugute“, betonte Mallinger. Als Universität sei man auch der Forschung verpflichtet. Das PhD-Studium „Mental Health and Neuro Sciences“ wurde bereits bei der Akkreditierungsbehörde beantragt, was wiederum wichtig und gut für den Universitätsstandort Tulln sei.

Die Visualisierung des geplanten Zubaus an die Gesundheits- und Krankenpflegeschule Tulln.
Grafik: Architekturbüro Pfaffenbichler

Auf die angespannte Corona-Lage ging Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf ein: „Wir müssen uns an die Regeln halten, aber auch intelligente Lösungen entwickeln.“ Schließlich sei der Mensch ein soziales Wesen und kein Roboter. Gerade das Gesundheitswesen habe in den letzten Monaten einen völlig neuen Stellenwert bekommen. Es sei wichtig, dass junge Menschen Ausbildungschancen bekommen. In diesem Zusammenhang dankte er auch der Privatuniversität, die hier einen weiteren Weg eröffne. „Wir müssen massiv in Bildung und Forschung investieren. Unser Optimismus ist untrübbar: Wenn wir es hier in Niederösterreich nicht schaffen, dann nirgends auf der Welt“, zeigte sich Pernkopf zuversichtlich.