„Blattscapes“ in Tulln: Die faszinierende Welt der „Reisenden Blätter“

Erstellt am 17. Juni 2022 | 05:25
Lesezeit: 2 Min
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Künstlerin Angela Andorrer (stehend, 3.v.l.) mit Kuratorin Maria Christine Holter (3.v.r.), Kunsthistorikerin Valerie Pauß (2.v.r.), Stadtrat Peter Höckner (l.) und der Gruppe „Extinction Rebellion“ bei der Vernissage.
Foto: Peischl
Angela Andorrer vereint im Leben und in ihren Werken Kunst und Klimaschutz. Ausstellung „Reisende Blätter“ in der Kunstwerkstatt zu sehen.
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„Reisende Blätter“, so heißt die Ausstellung in der Kunstwerkstatt, die noch bis 26. Juni samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr zu sehen ist.

Die Werke stammen von Angela Andorrer, einer Künstlerin, die gerne reist, derzeit lieber in die Nähe. Da die gebürtige Franko-Kanadierin seit einigen Jahren in einem Stelzenhaus in der Klosterneuburger Au lebt, hatte sie auch zur Vernissage nicht weit.

„Angela hat sich die Natur zur Freundin und zur Inspiration für ihre Kunst gemacht“, erklärte Kuratorin Maria Christine Holter.

Für ihre „Blattscapes“ nutzt Andorrer die vollendete Form der Blätter, bearbeitet diese mit Acryl, Ölkreide, Garn und Perlen, anfangs sehr bunt und stark verfremdet, später in reduzierten Farben und unter Hervorhebung der natürlichen Eigenschaften. Diese Arbeiten nimmt sie mit auf Wanderungen, um sie filmisch oder fotografisch vor wechselnden Kulissen zu portraitieren.

Schon für sich betrachtet verdeutlichen die Blattscapes, was die Natur kann und wie wichtig es ist, sie zu schützen.

Bei der Eröffnung wurde der Effekt durch die Performance des „Cantus Klima“ (mit Kunsthistorikerin Valerie Pauß und der Aktionsgruppe „Extinction Rebellion“) noch deutlich verstärkt: „Wir können unseren Lebensstil ändern, um unsere Kinder zu schützen. Wir müssen Freundschaft mit der Natur schließen, denn die Natur macht das Klima, auf das wir angewiesen sind…“

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