„Anschluss und Gleichschaltung“ als Spurensuche. Fotografische und postgeschichtliche Spurensuche über die Zeit um das Jahr 1938.

Von Bernhard Steinböck. Erstellt am 13. März 2018 (05:59)
Bilder wie dieses vom Aufmarsch deutscher Truppen am Tullner Hauptplatz 1938 werden ab 9. März ausgestellt.
NOEN, Fotoarchiv Tulln

Am 12. März 1938 überschritten deutsche Truppen die österreichische Grenze, ohne dass militärischer Widerstand geleistet wurde. Am nächsten Tag war bereits die Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich vollzogen.

Zum 80-jährigen Gedenken an diesen für Österreich folgenschweren Tag veranstaltet die Stadtgemeinde Tulln gemeinsam mit dem Briefmarken Club Tulln und dem städtischen Fotoarchiv die Ausstellung „Tulln/Österreich, März ´38 - Anschluss und Gleichschaltung“. Begonnen mit dem 1. Weltkrieg zeigen 54 Fotos die historische Entwicklung und Veränderung der Stadt zu dieser Zeit bis zum Anschluss.

Nicht nur Briefmarken, die seit 1850 die geschichtliche Begleitung widerspiegeln, werden laut Bruno Pengl, dem Obmann des Briefmarken Clubs Tulln, ausgestellt: „Briefe und Postkarten, die aus diesen Jahren stammen, werden ebenfalls der Öffentlichkeit präsentiert und dokumentieren die Vorgeschichte, den Verlauf und die Folgen des Anschlusses.“ Für Familien, Kleingruppen und Schulklassen werden nach telefonischer Vereinbarung auch Führungen angeboten: 0664/3405347.