Neuer Bahnhof in St. Andrä-Wördern ist auf Schiene . Die Haltestelle wird von März bis Dezember modernisiert. Der Umbau macht temporär Ersatzverkehr notwendig.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 26. Februar 2020 (04:32)
Architekten, Planer und Bahnbeauftragte stellten im Gemeindeamt den neuen Bahnhof vor. Bei der Präsentation: Hans Müllner, Alfred Kögl, Clemens Tabetzer, Florian Kopetzky, Rudolf, Wroblewski, Alfred Stachelberger, Gerald Düller, Maximilian Titz, Franz Semler, Ulli Fischer, Jörg Huber, Susanna Kittinger, Norbert Lengauer und Wolfgang Seidl.
Sibera

Mit rund 15 Millionen Euro geht die ÖBB auf Schiene und wandelt den Bahnhof St. Andrä-Wördern in eine moderne Haltestelle um. Ab März ist entlang der Gleise Baustelle.

ÖBB, kopetzky&partner
NOEN

„Der Umbau erfolgt unter laufendem Betrieb, wobei es teilweise zu Beeinträchtigungen kommen wird“, erklärt OBB-Sprecher Christopher Seif. Für die S-Bahnen wird im Sommer (Juli und August) ein teilweiser Schienenersatzverkehr eingerichtet. Ein temporärer eingleisiger Betrieb des Bahnhofs macht den Umstieg auf andere Verkehrsmittel notwendig.

Auch hinsichtlich Bahnsteignutzung und Zugang zu den Bahnsteigen wird es zehn Monate zu Einschränkungen kommen. Mit Dezember 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Aufzug, Wendegleis und Hochwasserschutz

Bahnfahrer erwartet dann eine barrierefreie und sichere Station (siehe Infobox). Aufzugsanlagen führen künftig Familien mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer und alle fußmüden Passagiere zum Bahnsteig. Außerdem werden die zugehörigen Abgänge adaptiert.

Für „fahrgastrelevante Maßnahmen“ schießt das Land rund 1,4 Millionen Euro zu den Gesamtkosten von rund 15 Millionen Euro bei. Die Gemeinde St. Andrä-Wördern übernimmt rund eine Million Euro – das wird in den Hochwasserschutz, investiert. Die erneuerten Gleise werden mit einer Drainage unterlegt, ein zugehöriges Sicker- und Retentionsbecken wird errichtet.

Der Projektnutzen ist für Seif klar, nämlich „eine Steigerung der Sicherheit und eine Attraktivierung der Haltestelle St. Andrä-Wördern.“ Für Pendler bietet das neue Wende-Gleis den wohl größten Vorteil: Dadurch kann in Stoßzeiten künftig ein 15-Minuten-Takt eingehalten werden.