1.000 Anrufe bei Wirtschaftskammer-Hotlines. Wirtschaftskammerobmann Christian Bauer berichtet über Ablauf der Hilfsmaßnahmen für Unternehmen.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 26. März 2020 (03:17)
Wirtschaftskammerobmann Christian Bauer: „Alles, was nicht dringend benötigt wird, sollte später – nach Corona – im heimischen Betrieb gekauft werden.“
Peischl

Groß ist der Info-Bedarf der Unternehmer bei der Wirtschaftskammer Tulln. Allein am letzten Wochenende gab es über 1.000 Anrufe auf der Hotline. Weiters sind die Zugriffe auf den Internet-Seiten in den letzten Tagen um 350 Prozent gestiegen.

„Die niederösterreichischen Unternehmen gehen extrem professionell mit der jetzigen Situation um. Sie tragen Verantwortung, verdienen für ihr umsichtiges Handeln höchsten Dank“, erklärt Wirtschaftskammerobmann Christian Bauer. Die WKNÖ unterstützt die Betriebe einerseits durch Maßnahmen wie dem Aussetzen der Grundumlagen, um sie dabei zu unterstützen, ihre Liquidität zu sichern. Und unterstützt mit einer intensiven Info-Arbeit – mit zuletzt fast täglichen Newslettern, einer Telefon-Hotline, die natürlich auch am Wochenende besetzt war und ist oder dem stets aktuell gehaltenen Info-Point www.wko.at/coronavirus im Internet.

Bei der Information setzt man auf eine Doppel-Strategie – einerseits umfassende Infos auf digitalem Weg, andererseits natürlich weiter direkte Mitgliederkontakte über das Telefon.

Mit Hochdruck wird an Kriterien und Abläufen zur Soforthilfe gearbeitet. „Wir müssen dabei einerseits möglichst schnell sein, aber zugleich auch sehr genau, damit die Hilfe dann auch wirklich rasch und reibungslos abgewickelt werden kann. Tatsache ist jedenfalls, dass dieses 38-Milliarden-Paket der Bundesregierung mutig, richtig und alternativlos ist“, weiß Bauer.

„Wir müssen gerade jetzt unsere Wirtschaft und damit unsere Arbeitsplätze unterstützen – nicht internationale Online-Giganten. Und alles, was nicht dringend benötigt wird, sollte später – nach Corona - jedenfalls im heimischen Betrieb gekauft werden“, appelliert Bauer.