Ärztetrio kombiniert Skills in der Tageschirurgie. Zwei Chirurgen und ein Anästhesist bekämpfen Tumore mit ambulanter Behandlung.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 03. Oktober 2020 (03:35)
Die Chirurgen Otto Riedl und Igor Pona und Anästhesist Wolfgang Klug im Operationssaal von „Mein Zentrum“ in Hausleiten.
Peischl

Treffen sich zwei Chirurgen und ein Anästhesist auf der Abteilung für Schwerbrandverletzte am AKH Wien … So beginnt kein schlechter Witz, sondern eine Ärztepartnerschaft, die auf eine Kombination von mobiler Anästhesie mit gesundheitlicher und plastischer Chirurgie setzt.

Konkret handelt es sich bei den handelnden Personen um Otto Riedl, Igor Pona und Wolfgang Klug. Und genau genommen waren sie am AKH noch Jungmediziner. Aber der Kontakt riss nach der jeweiligen Fachausbildung nicht ab. So kam es, dass die drei heute in einem privaten Zentrum in Hausleiten ein außergewöhnliches Behandlungsformat anbieten.

„Wir haben uns zusammengetan, um hier eine ganz besondere Art von Medizin anzubieten, nämlich effiziente tageschirurgische Behandlungen“, erklärt Wolfgang Klug, der Anästhesist im Team und Hauseigentümer von „Mein Zentrum“. Die wunderschöne Jahrhundertvilla in Hausleiten war für ein reines Wohnhaus schlicht zu groß. Daher entstand im Erdgeschoß das private OP-Zentrum mit Hol- und Bringservice für Patienten.

Aber zurück zur Medizin: Klug hat über die Jahre sein mobiles Anästhesie-Schema optimiert. Patienten haben nach einem Eingriff extrem kurze Erholungszeiten, wenige Minuten danach sind sie wieder gehfähig. Sehr viele Operationen lassen sich auf diese Art ambulant durchführen.

Wiederhergestellt mit unauffälligen Narben

Otto Riedl und Igor Pona sind die Chirurgen im Team. Riedl, der auch am Uniklinikum Krems operiert und Privatordinationen in Tulln und Wagram betreibt, greift auf 15 Jahre intensive chirurgische Ausbildung zurück: „Als Tumorchirurg saniere ich Krankheiten wie Brust- oder Hautkrebs, das Know-how aus der wiederherstellenden Chirurgie ermöglicht mir, Form und Funktion bestmöglich wiederherzustellen, und als Schönheitschirurg hinterlasse ich möglichst unauffällige Narben.“

Soll heißen: Die Tumor- oder Gewächsentfernung an sichtbaren Stellen muss keine bleibenden Spuren hinterlassen. „Es sind viele Kleinigkeiten, die in unserem eingespielten Team die Unterschiede ausmachen“, erklärt Riedl. Die Abläufe seien reibungsloser und die OP-Zeiten kürzer. Igor Pona ergänzt: „Viele Menschen, die überlegen, wohin sich sie sich wenden sollen, wissen gar nicht, was hier schon möglich ist.“

Als Nächstes strebt das Trio die Anerkennung als private Krankenanstalt an. „Aber die bürokratischen Hürden sind hoch. Im Moment haben wir leider noch keine Möglichkeit, ans österreichische Gesundheitssystem anzudocken“, sagt Klug.

Info: meine-anaesthesie.at, drpona.at und drriedl.at