AK-Wahl: „Der Mensch ist keine Maschine“. Mindestlohn, Arbeit, Wohnen und Gesundheit sind zentrale Themen der Spitzenkandidaten.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 26. Februar 2019 (14:45)
Urbanitsch
Christian Kainz (Vida), Michael Glaser, Rene Strametz, Reinhard Niedermaier (Weißer Hof), AKNÖ-Präsident Markus Wieser, Ulrike Putz-Alb (Hebebühne) und Günter Kraft.

Alle fünf Jahre wird das Parlament der Arbeitnehmer neu gewählt, die Vollversammlung, das oberste Gremium der Arbeiterkammer.

AKNÖ-Präsident Markus Wieser betonte bei seinem Besuch in der Tullner Hebebühne, dass eine starke sozialdemokratische Gewerkschaftsbewegung, die die Arbeitnehmer unterstützt und ihre Anliegen konsequent verfolgt, heute wichtiger sei denn je.

„Alle Mitnehmen, lautet unsere zentrale Botschaft, dort wo Angst ist, hat die Vernunft Sendepause.“ Markus Wieser

„Unsere Forderung ist ein Mindestlohn von 1.700 Euro“, so der Präsident, denn „wir brauchen Löhne und Gehälter von denen man leben kann, wir brauchen leistbares Wohnen.“ Der Slogan „Menschen sind keine Maschinen“ ist Programm der Liste 1. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gesundheit des Menschen, das Motto dazu lautet: „Gesund in die Arbeit und aus der Arbeit“.

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Tullner Kandidaten: Franz Aigner, Spitzenkandidat Thomas Buder, Josef Hager, Thomas Bartsch, Ludwig Sass und Landtagsabgeordneter Bernhard Heinreichsberger.

Bei der Digitalisierung sei wichtig, dass „wir alle Menschen mitnehmen, auch die Älteren, denn wo Angst ist, hat die Vernunft Sendepause“, weiß Wieser.

In Summe werden in den nächsten fünf Jahren 150 Millionen Euro österreichweit für Forderungen ausgegeben. Die Arbeiterkammer Niederösterreich wendet für heuer 4,7 Millionen Euro auf, unter anderem für neue Technologien, Digitalisierung und Schulungen.

Michael Glaser, Geschäftsführer der Hebebühne Tulln, betonte die Wichtigkeit dieser Einrichtung, die nun schon 30 Jahre Beratung in den Bereichen Arbeit, Bildung und persönliche Themen bietet und freute sich den Präsidenten hier begrüßen zu können. „Wir bieten hier nun auch maßgeschneiderte Deutschkurse an, mit diesem Angebot sind wir am Puls der Zeit, denn dabei wird die jeweilige Unternehmenskultur vermittelt“, freut sich Glaser. Außerdem sei das eine Win-win-Situation für Arbeitssuchende und Betriebe.

Auch ein Besuch in der FIT-Frauen im Handwerk-Werkstätte stand am Programm. „Wir gehen individuell auf die Frauen ein, das funktioniert hier sehr gut“, so Trainerin Carmen Baldauf.

„Arbeit zu haben, Arbeit zu finden und Arbeit zu sichern, das sind die wichtigsten Anliegen unserer Landsleute und damit die wichtigsten Anliegen für uns“, erklärte Spitzenkandidat und AK-Vizepräsident Josef Hager. Die Liste 2 „Volkspartei NÖAAB-FCG“ versteht sich damit als positive Kraft der Veränderung, die ein aktives Miteinander lebt.

Der Leitspruch von Thomas Buder, Spitzenkandidaten für den Tullner Bezirk, ist: „Verändern beginnt mit Zuhören“. Es werden Betriebe besucht, um direkt mit den Arbeitnehmern in Kontakt zu treten. „Unser Auftrag ist es, Antworten und neue Lösungen in einer immer schnelleren und komplexeren Arbeitswelt anbieten zu können“, so Buder. Für die Liste 2 ist auch die Flexibilisierung ein großes Thema: „Mit diversen Initiativen von Bund und Land wurde schon viel dafür getan, die Lehre attraktiver zu machen. Außerdem brauchen wir in der heutigen Arbeitswelt flexiblere Arbeitszeiten für eine bessere Work-Life-Balance“, so Hager. Weitere Infos unter noe.arbeiterkammer.at.