Bei Diebestour 30 Häuser im Bezirk heimgesucht. Eine Welle an Einbrüchen schwappte innerhalb kurzer Zeit über das gesamte Tullnerfeld. Laut Polizei ist die unheimliche Serie bereits im Abklingen.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 28. Februar 2018 (05:08)
Ilya Andriyanov/shutterstock
Ilya Andriyanov/shutterstock

Eine mysteriöse Serie an Einbrüchen stellt derzeit die Polizei vor ein Rätsel. „Es gibt kaum einen Ort im gesamten Tullnerfeld, der in den letzten Wochen nicht von Einbrechern heimgesucht worden ist“, weiß Chefinspektor Manfred Schabus.

Von St. Andrä-Wördern bis Atzenbrugg, von Absdorf bis Sieghartskirchen zieht sich die Spur der Kriminellen, die im Zeitraum von 1. bis 26. Februar 30 Mal zugeschlagen haben, vier davon allein in der Stadt Tulln selbst.

Durch Terrassentüren eingebrochen

In den meisten Fällen brachen die Täter die Terrassentüren auf, um in die Häuser einzudringen. Zum Teil agierten die Einbrecher wie Vandalen und rissen in der Hoffnung auf fette Beute sogar Bilder und Holzverkleidungen von den Wänden. Der Sachschaden war daher oftmals höher als der Wert des Erbeuteten (vorwiegend Schmuck und Bargeld).

Die Täter kannten keine Skrupel und drangen in Häuser ein, in denen die Bewohner vorsorglich das Licht hatten brennen lassen. In einem Fall wurden sie beim Einbruch überrascht und flüchteten ohne Beute.

Die Polizei konnte zahlreiche Spuren sichern, kann aber aus kriminaltechnischen Gründen keine näheren Angaben dazu machen.

Obwohl man derzeit ein Nachlassen der Anzeigen registriert, appelliert die Exekutive, ein wachsames Auge zu wahren.

„Wer in seiner Umgebung Verdächtiges bemerkt, etwa Fahrzeuge oder auch fremde Menschen, die sich ungewöhnlich verhalten, sollte umgehend die Polizei verständigen, und zwar wirklich umgehend, und nicht erst zwei Tage später“, hofft Manfred Schabus auf gelebte Nachbarschaftshilfe.