Bezirksbauernkammer-Wahl: Holzer folgt auf Dam. Hermann Dam trat nicht mehr an. Nachfolger Mathias Holzer freut sich über bei Wahl weiter gestärkten Bauernbund.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 04. März 2020 (04:34)
Danken für die weitere Stärkung des NÖ Bauernbundes: Fritz Buchinger, Eva Hagl-Lechner, Mathias Holzer und Johann Höfinger.
ÖVP

Schon bisher war der Bauernbund im Bezirk eine Macht. Die Wahl am Sonntag brachte ein Plus von 4,4 Prozent und damit zwei weitere Mandate.

Günther Franz (SPÖ) will sich positiv für kleine Landwirte einbringen.
SPÖ

„Dies ist ein besonderer Tag, denn die ständige Arbeit unserer Kammerfunktionäre wurde eindrucksvoll belohnt“, freut sich Bauernbundobmann Johann Höfinger. Der Spitzenkandidat und designierte Kammerobmann Mathias Holzer zeigt sich erleichtert: „Dies ist für uns ein großer Auftrag, den wir vertrauensvoll und demütig annehmen, aber umso engagierter umsetzen werden. Ein großer Dank allen Wählerinnen und Wählern für die Unterstützung und das Vertrauen.“ Er folgt auf Hermann Dam, der nach 30 Jahren als Bezirksbauernkammerobmann nicht mehr antrat.

Als „besonders erfreulich für den Bezirk“ sieht Höfinger weiters, dass auch Präsident Hannes Schmuckenschlager aus Klosterneuburg auf Landesebene ein Plus von 1,3 auf 85 Prozent verzeichnen konnte: „Damit wird der Bezirk Tulln auch auf Landesebene bestens repräsentiert.“

Keineswegs überrascht über den Erfolg des Bauernbundes zeigen sich die geschlagenen Mitbewerber.

Josef Hintermayer (FB) ist enttäuscht über die geringe Wahlbeteiligung.
FPÖ

„Bei dem Orkan, der uns medial ins Gesicht bläst, ist es kein Wunder, dass wir Freiheitlichen nicht gehört werden, egal zu welchem Thema“, sagt der Bezirksspitzenkandidat der Freiheitlichen Bauern Josef Hintermayer. Er gibt zu bedenken, dass die Wahlbeteiligung mit knapp über 50 Prozent sehr gering sei: „Ich bin selbst in einem Sprengel gesessen: Die alten gehen hin, die aktiven Bauern zu einem beträchtlichen Teil nicht.“ Hintermayer ist daher überzeugt, dass die Zufriedenheit mit dem Bauernbund gar nicht so groß sei, wie kolportiert wird.

Günther Franz, Bezirksspitzenkandidat der SPÖ Bauern, spricht von Understatement des Bauernbundes vor der Wahl: „Da wurde als Ziel erklärt, stimmenstärkste Fraktion zu bleiben, dabei hat sich das eindeutig abgezeichnet… Aber trotzdem: Zu diesem Ergebnis muss man gratulieren.“ Franz bedauert, dass Herbert Ehrentraud, die bisherige Nummer 1 der SPÖ-Bauern im Bezirk, aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen konnte.

„Aber ich werde mich in den nächsten fünf Jahren positiv einbringen und vor allem für die Anliegen der kleinen und mittleren Landwirte einsetzen“, verspricht Franz.