Bio-Gemüse von „Dirndln am Feld“. Mit einem besonderen Start-up Unternehmen sorgen die Absolventinnen des Studiums „Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement“ Sarah Schmolmüller (25) und die Landschaftsarchitektin Bianca Rabel (33) in der Weinbauregion Wagram für Aufsehen. Kennengelernt haben sich die beiden Jungunternehmerinnen bei einem Praktikum eines Biogemüsebetriebs in Oberstockstall.

Von Günter Rapp. Erstellt am 06. April 2021 (03:55)
Sarah Schmolmüller und Bianca Rabel haben sich als „Dirndln am Feld“ in Kirchberg dem Bio-Gemüsebau verschrieben.
Dirndln am Feld, Dirndln am Feld

Nach einem intensiven Jahr der Vorbereitung – Brunnen- und Folientunnelbau sowie Feldbestellung – ist es jetzt so weit. Auf rund eineinhalb Hektar bio-zertifizierter Fläche am Fuße der Wagram Kante in Kirchberg wachsen nun vielfältige Gemüsesorten, Jungpflanzen, Kräuter sowie essbare Blüten.

„Die innovative Marktgärtnerei arbeitet nach altbewährten Methoden. So ist die Bepflanzung auf die Maße des Menschen abgestimmt und nicht auf die des Traktors“, sagt Bianca Rabel. „Die schmalen Beete werden ausschließlich von Menschenhand gepflegt.“

„Wir verstehen uns als Alternative in der regionalen Versorgung“

So beliefern die fleißigen Feldarbeiterinnen schon ab dieser Saison das für seine Naturküche berühmte Restaurant Gut Oberstockstall der Familie Salomon. Auch am Naschmarkt in Kirchberg sind Sarah Schmolmüller und Bianca Rabel jeden Samstag an ihrem Gemüsestand anzutreffen.

„Wir verstehen uns als Alternative in der regionalen Versorgung“, erzählt Bianca Rabel. „Zusätzlich zum Markt- und Gastronomievertrieb bieten wir jeden Dienstag direkt ab Feld unser vielfältiges Bio-Sortiment an.“, Die „Dirndln am Feld“ produzieren mit über 50 Gemüsekulturen mehr als 200 Sorten. Zudem gibt es auch Bio-Honig von eigenen Bienenvölkern.

„Wir wollen, dass Handwerk und Handarbeit wieder einen höheren Stellenwert bekommt und unseren Beitrag zu einem besseren Klima und einer gesunden Ernährung leisten“, erklärt Sarah Schmolmüller. „Weiters setzen wir auf Kooperationen mit gleichgesinnten Anbietern.“