„Contact Tracing ist das wichtigste Instrument“. Bezirkshauptmann Andreas Riemer im NÖN-Interview.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 30. September 2020 (03:27)
Bezirkshauptmann Andreas Riemer
NÖN

NÖN: Herr Bezirkshauptmann, für den Bezirk Tulln inklusive Klosterneuburg ändert sich noch nichts, aber viele haben Angst, was passiert, sollte die „Corona-Ampel“ auf Orange springen. Wie lange wird sie noch gelb leuchten?
Andreas Riemer: Diese Frage ist sehr schwer zu beantworten. Schon ein Cluster im Bezirk könnte das auslösen und das kann immer passieren.

Kann man da gegensteuern?
Das Nachvollziehen der Infektionswege – das sogenannte – „Contact Tracing“ ist das wichtigste Instrument, um die Fallzahlen niedrig zu halten.

Wie steht es um die Fallzahlen im Bezirk?
Die schauen bei uns nicht schlecht aus.

Wie groß ist der Aufwand beim Contact Tracing?
Die Rückverfolgung des Infektionsweges ist sehr personalintensiv. In Zukunft werden aber das Bundesheer und Studenten dem Personal der Bezirkshauptmannschaft beigestellt werden.

Wer ist für die Ampelschaltung eigentlich verantwortlich?
Die ist Sache der Corona-Kommission.

Wie könnte es im Bezirk weitergehen?
Wir sind nur knapp ins gelbe Ampellicht gerutscht und konnten uns lange auf Grün halten. Falls nicht der große Cluster ausbricht, halte ich die Wahrscheinlichkeit auf das orange Licht im Bezirk für derzeit nicht sehr hoch.